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Jörg Haider betrank sich offenbar in Homosexuellen-Lokal

30.10.2008MYTHENBILDUNG GEHT WEITER

Jörg Haider: Keine K.O.-Tropfen im Blut – nur Alkohol

Nach wie vor beschäftigt kein Thema die österreichische Öffentlichkeit so sehr wie der Unfalltod des Rechtspopulisten Jörg Haider. Nachdem zahlreiche pikante Details über die Todesnacht des BZÖ-Politikers bekannt wurden, wie beispielsweise der nachgewiesene Besuch in einem Homosexuellenlokal, forderte Haiders Witwe eine weitere Obduktion der Leiche. Diese ergab jedoch, was ohnehin jeder wusste: Im Blut des Verstorbenen befanden sich keine K.O.-Tropfen oder Drogen – nur jede Menge Alkohol.

Zwei Wochen nach dem tödlichen Autounfall von Jörg Haider ist die österreichische Medienlandschaft immer noch kräftig mit Mythenbildung beschäftigt. Auch Haiders Witwe Claudia mischt dabei tatkräftig mit. Wohl um davon abzulenken, dass ihr Gatte kurz vor seinem Tod in einem Homosexuellenlokal in männlicher Begleitung eine Flasche Wodka geleert hatte, verlangte die Witwe eine weitere Obduktion der Leiche.

Österreichische Zeitungen hatten alle möglichen Verschwörungstheorien über den Tod des Rechtspopulisten aufgebracht. Zum Beispiel, dass jemand Haiders Auto manipuliert habe. Oder dass jemand dem Politiker K.O.-Tropfen oder Glücksstoffe verabreicht habe, wodurch Haider gefährlich euphorisch gewesen sei, und so den Wagen aus der Kurve gelenkt habe. Die neuerliche Obduktion der Leiche ergab jedoch nur, was ohnehin alle wussten: Haider war zum Zeitpunkt seines tödlichen Unfalls betrunken. 1,77 Promille hatte der Kärntner Landesobmann im Blut, als er mit seinem VW Phaeton mit 184 km/h aus einer Kurve nahe Klagenfurt geschleudert wurde.

Gegenüber der 'Bild'-Zeitung bestätigte Rechtsmedizinerin Kathrin Yen, die die zweite Obduktion durchgeführt hatte: „Nichts von dem, was öffentlich spekuliert wurde, hat sich bestätigt, auch keine K.-o.-Tropfen." Also keine Spur von irgendwelchen Substanzen, die Haider von möglichen Verschwörern eingeflößt wurden. So kann Österreich weiterhin über das scheinbare Doppelleben des Politikers tuscheln. Gerüchte über eine mögliche Bisexualität Haiders gab es schon länger, durch den Hergang seiner Todesnacht erhalten sie neue Gerüchte.

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Das sehr enge Verhältnis des BZÖ-Chefs zu seinem Pressesprecher und jetzigen Nachfolger Stefan Petzner gerät immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Der 27-Jährige hat laut kürzlicher Aussage seiner älteren Schwester „drei Viertel seiner Zeit" mit Jörg Haider verbracht. Aus Indiskretionen einer österreichischen Mobilfunkgesellschaft wurde jetzt bekannt, dass Haider wenige Minuten vor dem tödlichen Unfall mit Petzner telefoniert haben soll. Unmittelbar vor dem Unfall soll der Landesobmann noch eine SMS erhalten haben. Nun redet sich Österreich die Köpfe darüber heiß, von wem die SMS stammte - etwa von Petzner?

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (1)
bastapapsta (31.10.2008 01:52)

Die Öffentlichkeit hinter das Licht geführt.

Ich denke, dass es gut möglich ist, dass der Heider - Klan ( Claudia und Nachwuchs ) das Gerücht der 2. Obduktion in die Welt gesetzt hat, um ohne die Anwesenheit der Presse Haider zu beerdigen. Das heisst,
möglicherweise haben Claudia & Sippschaft die Presse damit abgehangen. Also heist es für die Reporter : Augen auf und immerwährend auf das Bärental gerichtet... ;-))