Angela Merkel wird nach ihren Äußerungen zum iranischen Atomprogramm Ziel heftiger Kritik aus Teheran.
"Eine Politikerin sollte nicht die Augen schließen und dann einfach den Mund aufmachen, sondern erst die Augen und dann langsam den Mund", sagte dazu der iranische Außenamtssprecher Hamid-Resa Assefi. Merkel sei "selbstverliebt", ihre Bemerkungen "irrelevant zu der derzeitigen Lage". "Man sollte in der Tat vorsichtiger sein, damit dann nicht solche Bemerkungen herauskommen", fügte der Sprecher hinzu. Merkel hatte die Weltgemeinschaft bei der Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag aufgerufen, Iran am Bau von Atomwaffen zu hindern. Ferner stellte sie unmissverständlich klar, dass sich Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad wegen seiner Drohungen gegen Israel Deutschland zum Gegner mache. "Ein Präsident, der das Existenzrecht Israels in Frage stellt und den Holocaust leugnet, kann nicht erwarten, dass Deutschland dafür auch nur die geringste Toleranz aufbringt", sagte die Bundeskanzlerin.