Schon atmet die Fanschar des FC Bayern München erleichtert auf, weil Star-Stürmer Wayne Rooney für das Rückspiel am 7. April nicht einsatzbereit zu sein scheint. Manchester United hält den wahren Gesundheitszustand des Bombers jedoch bewußt im Ungewissen, weswegen sich die Bayern sicherheitshalber auf alles gefasst machen sollten.
Den Tag nicht vor dem Abend loben: Ob ManU-Knipser Wayne Rooney (24) beim Champions-League-Rückspiel nächste Woche nicht wird antreten können, ist nicht definitiv geklärt.
In den letzten Sekunden der Begegnung gegen den FC Bayern München am Mittwoch hatte der torgefährliche Brite sich beim Zweikampf mit Mario Gomez den Knöchel verdreht, und war schmerzerfüllt zu Boden gesunken. Anschließend verließ er humpelnd das Spielfeld, und ist seither nur noch mit eingeschientem Fuß und Krücken gesichtet worden. Seit dem gestrigen Nachmittag kursiert daher die Diagnose, sein Verein werde wohl in den kommenden zwei bis vier Wochen auf ihn verzichten müssen.
Eine offizielle Bekräftigung seitens Manchester United dieser in Deutschland mit Jubel begrüßten Gerüchte steht jedoch nach wie vor aus. Am heutigen Donnerstag verbreiteten die Nordengländer ganz im Gegenteil auf ihrer Website diffusen Optimismus, und verkündeten: "Wir freuen uns zu berichten, dass sich Wayne keinen Bruch zugezogen hat. Der Ultraschall hat nur eine leichte Verletzung gezeigt." ManU-Trainer Alex Ferguson ist ein Meister der psychologischen Kriegsführung, und könnte den Gegner so lange wie möglich in Unsicherheit wiegen wollen, um dann den Heimvorteil im Old Trafford umso wirkungsvoller auszuspielen.
Frohlockend hatte Bayern-Coach Louis Van Gaal bereits festgestellt: "Er ist ein sehr wichtiger Spieler für Manchester. Das Spiel seiner Mannschaft dreht sich fast nur um ihn." Ferguson, der alte Fuchs, hatte hingegen bereits seine große Freude über die Verfügbarkeit von Federico Macheda als Rooney-Ersatz dagegengehalten: "Er hat eine Saison voller Verletzungen hinter sich, aber er ist zurück, und wir sind sehr glücklich darüber. Er ist einer der größten Talente, die wir hier jemals gesehen haben."
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Von Anfang an hatte Alex Ferguson, der in diesen Dingen Erfahrung hat, jedoch nur von einem wahrscheinlichen Ausfall am Samstag gegen den FC Chelsea gesprochen. Gegenüber 'Sky Sports' erklärte er direkt nach dem Spiel: "Er hat einen Tritt aufs Sprunggelenk abbekommen. Wir müssen den morgigen Tag abwarten, er könnte am Samstag nicht dabei sein." Aufmerksame Journalisten wollen indessen bereits beobachtet haben, dass Wayne Rooney im Flieger zurück nach Manchester auf dem Weg zur Toilette die Krücken links liegen gelassen habe. (mso)