Deutschland-Stürmer Thomas Müller hat sich in einem Interview mit der italienischen Presse selbst auf die Schippe genommen - seinen vier WM-Treffern zum Trotz.
Selbstironie? Kein Problem: WM-Held Thomas Müller (20) kann auch über sich selbst lachen.
Nachdem der Stürmer des FC Bayern München am vergangenen Samstag die Torgala gegen Argentinien bereits in der dritten Minute einläutete, und im Anschluss Deutschland einen historischen Sieg nach Hause bringen konnte, schwebt die Republik auf Wolke Sieben. Der mittlerweile weltbekannte Jungstar selbst bleibt jedoch nach wie vor fest auf dem Boden der Tatsachen haften.
Im Gespräch mit der Mailänder Tageszeitung 'Gazzetta dello Sport' erklärte Thomas Müller, warum er sich selbst als "komischen Spieler" bezeichnet: "Habt ihr gesehen, wie ich mich bewege? Lange Beine, magere Arme, etwas ungelenk. Wenn ich mich selbst in TV-Aufnahmen sehe, muss ich lachen." Auch über seine größte Stärke hat er klare Vorstellungen: "Mein Charakter: Ich bin überhaupt nicht emotional, und bleibe gut gelaunt, weil ich mich selbst nicht allzu ernst nehme. Der Druck bereitet mir keine Schwierigkeiten."
Auch die Tatsache, dass er in der internationalen Presse nachhaltig als bester Spieler der WM bezeichnet wird, macht dem gebürtigen Oberbayer nichts aus. Seine Popularität behalte er unter Kontrolle: "Klar doch, darauf achte ich nicht. Ich bin schließlich hier, um Weltmeister zu werden, und nicht um persönliche Preise abzuräumen. Darüber entscheiden Jurys, nicht die Siege." Seinem Verein, dem FC Bayern München, schwört er bei der Gelegenheit gleich die Treue: "Die Gerüchteküche zu Geld und Transfermarkt gefällt der Presse und den Fans. Ich für meinen Teil bin glücklich, wenn ich bei den Bayern bleibe."
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Vom Final-Einzug Deutschlands ist Thomas Müller fest überzeugt: "Wenn Sie unsere Spiele gesehen haben,die Leichtigkeit, mit der wir Tore schießen, und taktisch an einem Strang ziehen, dan wissen Sie, dass wir ein echtes Team sind. Die Spanier sind stark, aber über das 1:0 kommen sie nicht heraus." Seine Gelbsperre im Halfinale werde daran nichts ändern: "Ich bin als letzter zum Team gestoßen und war nur siebenmal dabei. Der Trainer weiß schon, wie er mich ersetzt." (mso)