Ganz vorbei ist die Karriere von Lustlos-Kicker Albert Streit bei Schalke 04 offenbar doch noch nicht - wie dessen Berater Klaus Gerster triumphierend verriet, darf der Stürmer künftig Magath-Rauswurf aus der Bundesliga-Mannschaft künftig bei den Amateuren mittrainieren.
Wahre Begnadigungen sehen anders aus: Am Tag nachdem Schalke-Boss Felix Magath seinen Topverdiener Albert Streit wegen Lustlosigkeit aus dem Kader gestrichen hat, eröffnen sich dem ehemaligen Star-Kicker nun doch noch neue Karriereperspektiven.
Im Gespräch mit 'Focus Online' verriet der Vertreter des umstrittenen Spielers: "Ich habe heute mit Trainer Felix Magath telefoniert. Wir haben verabredet, dass Albert bis zur nächsten Wechselperiode im Winter ganz normal an Training und am Spielbetrieb der Schalker Amateure teilnehmen darf." Im Klartext bedeutet dies, dass Streit ab sofort im Reserveteam der Königsblauen in der Regionalliga-West um Punkte kämpfen darf.
Dem Vorfall war Streits Verbannung aus dem A-Team seitens Trainer Felix Magath vorangegangen: "Ich habe gesagt: 'Albert, du brauchst nicht mehr zu trainieren, das macht keinen Sinn!'" Grund für seine knallharte Haltung sei die mangelnde Motivation des Kickers gewesen: "Er macht bei den Einheiten so mit, wie er es für richtig hält." Magaths Meßlatte hänge allerdings eindeutig höher: "Berufssportler sollten im Training das Maximale machen."
Weil Albert Streits Vertrag noch bis Juni 2012 läuft, und darin ein Jahressalär von 2,1 Millionen Euro vorgesehen ist, verweigerte der Stürmer trotz enttäuschender Leistungen (letztes Tor für die Knappen am 19. Mai 2007) den Wechsel zu einem anderen Verein. Seine Begründung, warum er bleiben wolle, sorgte seinerzeit für Furore: "Ich habe hier den besten Vertrag meines Lebens unterschrieben und bekomme noch drei Jahre gutes Geld." Der Kassenwart des klammen Bundesligisten Schalke 04 sieht die Angelegenheit allerdings deutlich weniger entspannt. (mso)