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Mesut Özil im Nationalelf-Zwiepalt: Wird es Deutschland – oder die Türkei?

14.06.2010EIN FAVORIT IST GEBOREN

Pressestimmen zu Deutschland Australien: 'Mesut Özil und Thomas Müller zaubern'

Das WM-Auftaktspiel zwischen Deutschland und Australien hat weltweit für großes Aufhorchen gesorgt, die Pressestimmen zu dem Thema kunden von Bewunderung und Respekt gegenüber der DFB-Elf. Insbesondere Mesut Özil und Thomas Müller werden überschwänglich gewürdigt.

Unterschätzen wird die schwarz-rot-goldenen Kicker jetzt niemand mehr: Nach dem geglückten Auftaktspiel gegen Australien vom gestrigen Sonntagabend stufen die weltweiten Pressestimmen Deutschland als heißen Anwärter auf den WM-Titel 2010 ein.

Die DFB-Elf hatte die Begegenung souverän mit 4:0 für sich entschieden, nachdem Lukas Podolski (25) in der achten, Miroslav Klose in der 26., Thomas Müller (20) in der 67. und Cacau in der 69. Spielminute für eine veritable Torgala sorgten. Vor allem die technische Klasse von Thomas Müller sowie das taktische Gespür von Mesut Özil (21) rangen internationalen Beobachtern noch während des Spiels anerkennende Raunlaute ab.

Kaum erstaunlich also, dass am heutigen Montag die weltweite Presse in Deutschland einen ersten Titelfavoriten ausmacht. Stellvertretend für viele schrieb beispielsweise die italienische Tageszeitung 'Gazzetta dello Sport': "Deutschland trumpfte gleich mit einem Tor-Poker auf. Großartige Leistung gegen ein Australien, das zu schwach war, um Schritt halten zu können. Ging es um WM-Erfahrung und Weisheit? Aber nein. Löws Jüngelchen pfeifen drauf und verlachen ihren Gegner wie so mancher Jugendlicher, der auf Erwachsene stößt, die mit neuen Medien nicht umgehen können."

Die 'Gazzetta' hebt auch Thomas Müller als ihrer Meinung nach Platzbesten hervor: "Nicht nur der Nachname Müller macht ihn erinnerungswürdig: Bei dieser WM wird er die Ergebnisse einer goldenen Saison ernten können. Auf der rechten Flanke ist er kaum aufzuhalten, das dritte Tor des Abends verbuchte er als ersten Treffer im Nationaltrikot. Viele weitere werden folgen."

Der 'Corriere dello Sport' gibt sich ebenfalls hin und weg: "Baby-Deutschland ist beeindruckend und beängstigend: Deutschland hat Australien gestern Abend mit geradezu unerhörter Leichtigkeit aus dem Weg geräumt. Dieses Team, das Löw zusammengestellt hat, ist toll und hat eine großartige Zukunft vor sich." Als Platzbesten adelt das Römer Blatt Mesut Özil: "Er zieht die Leute mit den Beinen in seinen Bann. Er gibt stets den Ausschlag, auch wenn seine Leistung noch kontinuierlicher werden muss."

Aus Mailand resümiert die renommierte Tageszeitung 'Corriere della Sera': "Das neue Deutschland holt die Phantasie an die Macht. Das Traumpaar Müller-Özil sorgt für eine Top-Show und erteilt Australien eine Lektion in Sachen Fußball. Dieses junge und multiethnische Team hat phantastischen Fußball gespielt, den besten, den es bei diesem WM-Auftakt bisher zu sehen gab - und das gegen eine Mannschaft, die alles andere als zart war."

Auch aus England setzte es vor dem Hintergrund des eigenen eher schwachen Auftaktes ein großes Hallo: "Pass auf, England! Deutschland wartet! Es war erbarmungslos, überraschend extravagant und absolut mühelos", warnte die 'Daily Mail'. Die 'Times' hingegen stellte fest: "Deutschland nahm Australien auseinander, spielte um sie herum und ließ sie schließlich gedemütigt zurück. Dies war eine Mannschaft mit demselben Hauch von Ballerinas wie von Bulldozern." 'The Sun' ergänzte mißmütig: "Deutschland hat ein Wochenende voller Elend für alle englischen Fans vervollständigt. Können wir das Turnier noch einmal beginnen, Mr. Blatter?"

In Spanien lobte derweil 'Marca': "Sie spielen Fußball mit Violinen." Auch 'As' zollte Anerkennung: "Mit Jugend und einer Vision ist Löws Team eine neue Art von Raubtier, befeuert durch ein legendäres Trikot und dem Emblem von fanatischer Wettbewerbsfähigkeit." In Frankreich stellte 'L'Equipe' fest: "Deutschland hat es geschafft, Freude und Profit ebenso wie Fair Play und Effizienz zu verbinden." (mso)

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