Der FC Bayern München steht immer noch gehörig unter Druck im Kampf um die Meisterschaft und die Champions League Qualifikation. Nachdem Hertha BSC Berlin am gestrigen Freitag mit einem 1:0 gegen Hoffenheim sich am FC Bayern auf Platz 2 vorbei geschoben hat, stehen die Münchner unter Zugzwang. Auch Schalke 04 braucht Punkte, will man auf den letzten Liga-Metern vielleicht doch noch einen Uefa-Cup-Platz ergattern.
In München stehen die Zeichen auf Sturm: Martin Demichelis kündigte in der vergangenen Woche an, dass die Mannschaft so kämpfen werde wie es noch nie ein Münchner Ensemble gemacht hat. Das alles für die Meisterschaft. Zudem erfahren wir auf der Seite des FC Bayern München, dass das Duell gegen Schalke 04 eine Torgarantie beinhaltet und sich der Zuschauer freuen darf - wenn diese Ankündigungen mal nicht nach hinten losgehen und der FC Bayern am Ende, wie so oft in den vergangenen Wochen, an den eigenen Ansprüchen gemessen scheitert.
Zwar haben sich die München nach den beiden Klatschen gegen Wolfsburg und Barcelona mittlerweile vor allem defensiv wieder gefangen, doch noch ist Rafinha nicht an der Isar und Christian Lell muss weiter die rechte Seite beackern. Auch heute gegen Schalke. Ansonsten bleibt wohl alles bei der gehabten Aufstellung, ohne Klose mit einem hängenden Ribèry und einem Viermann-Mittelfeld um van Bommel und Zè Roberto.
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Bei Schalke kehrt unter den neuen Trainern langsam Ruhe ein, nur die Münchner Medienlandschaft hat wieder für Furore gesorgt: Rafinha wechselt nach München titelten die Gazetten, obwohl doch noch gar nichts unterschrieben ist. Dennoch, für Unruhe im Schalke-Lager ist gesorgt. Andererseits sind die Knappen an sich ein ruhiger Fanblock - zumindest solange man in der Tabelle vor dem Lokalrivalen, der Boruussia aus Dortmund, steht. Das ist noch der Fall, aber nur aufgrund des besseren Torverhältnisses.
Wenn die Königsblauen verlieren und Dortmund Punkte gegen den Hamburger SV holt, sind auch die Bayern zufrieden. Denn dann wäre zumindest ein hartnäckiger Verfolger um den zweiten Champions League Platz erstmal ein wenig auf Distanz gebracht, auch wenn Klinsmann nur an die eigenen Ergebnisse denken will: "Wir müssen auf uns schauen und ein Spiel nach dem anderen durchziehen. Was auf den anderen Plätzen passiert, ist zweitrangig", erklärte der Trainer auf der Bayern-Homepage.
Doch gleichzeitig kann es Klinsmann zufolge nur ein Ziel geben: einen Dreier, um den Druck auf die Wolfsburger, die erst am Sonntag in Cottbus spielen, zu erhöhen. Doch da wollen die Knappen nicht mitspielen. Unter dem Dreigestirn Büskens-Mulder-Reck stehen die Schalker ohnehin ausgezeichnet da und müssen sich keinesfalls verstecken: in drei Spielen gab es drei Sieg und 8:0 Tore. Die null steht wieder, das weiß auch das Sprachrohr des Dreigestrins, Mike Büskens: „Aus den letzten drei Siegen haben wir Selbstvertrauen gezogen, daher ist es normal, dass wir jetzt mit breiter Brust nach München fahren", erklärte Büskens und schob als rhetorische Frage hinterher: „Warum sollten wir Angst vor München haben?"
Ja, warum eigentlich..?