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Der FC Bayern München schwächelt: Doch Uli Hoeneß bleibt kämpferisch

04.06.2009HOENESS LÄSST MILLIONEN SPRINGEN

FC Bayern München geht im Ringen um Manuel Neuer in die Vollen

Der FC Bayern München geht im Wechselpoker um Torwart Manuel Neuer vom FC Schalke 04 in die Offensive: Nach Angaben von 'Westline' hat der Rekordmeister sein Angebot von 9 Millionen auf 18,5 Millionen Euro aufgestockt - und bietet als Zugabe auch noch Michael Rensing an.

Seit einiger Zeit wird über einen möglichen Wechsel Neuers von Gelsenkirchen nach München spekuliert. Und so langsam nicht die Geschichte wirklich konkrete Züge an. Nach seinem Länderspieldebüt am Dienstag in Dubai erklärte Neuer "Glück gehabt" zu haben, auf der Asienreise mit der Nationalmannschaft zu sein und deshalb wenig mitbekommen zu haben, was die Diskussionen über seinen möglichen Wechsel angeht. "Ich denke mal, die Vereine haben da miteinander gesprochen. Da kann ich relativ wenig zu sagen."

Ein klares Bekenntnis zu seinem bisherigen Arbeitgeber, wie es in der Vergangenheit häufig von Neuer zu hören war, ist das nicht. So sah es dann auch 'ZDF'-Experte Oliver Kahn: "Da scheint einiges zu laufen. Aus meiner Erfahrung würde ich das schon behaupten." Neuers Berater Thomas Kroth bestätigte derweil gegenüber dem 'Münchner Merkur', dass eine offizielle Anfrage aus München vorliege. Und es sei "klar, dass sich ein Spieler Gedanken macht, wenn der FC Bayern anfragt." Der nächste Zug liege nun bei Schalke 04.

Schalkes neuer Trainer Felix Magath hat einen Wechsel von Neuer bislang ausgeschlossen. "Manuel Neuer ist ein Super-Torwart. Wir brauchen ihn selbst", erklärte Magath kürzlich. Sollten die Bayern allerdings wirklich bereit sein, 18,5 Millionen Euro zu überweisen und auch noch Michael Rensing nach Gelsenkirchen zu schicken, dann wird auch Magath ins Grübeln kommen. Die Schalker werden in der kommenden Saison international nicht vertreten sein und können daher Sondereinnahmen sehr gut gebrauchen.

Und was sagen die Bayern? "Das ist eine Entscheidung, die Schalke 04 zu fällen hat. Wenn Schalke 04 uns signalisiert, dass sie sich vorstellen können, Manuel Neuer abzugeben, dann sind wir ohne Frage sehr gesprächsbereit", bestätigte Karl-Heinz Rummenigge das Interesse am 23-jährigen Torhütertalent, von dem der Vorstandsvorsitzende glaubt, "dass er Interesse hat zum FC Bayern zu kommen." Ein anderer möglicher Torwart-Transfer wurde dagegen von Manager Uli Hoeneß ad acta gelegt. Rene Adler "kriegst du nicht, Leverkusen hat den Bayer-Konzern im Rücken", so Hoeneß gegenüber der 'tz'.

Bleibt also Manuel Neuer, dem es sicherlich schwer fallen würde, seinen Verein zu verlassen. Treueschwüre von Fußballprofis auf den aktuellen Verein sind nichts ungewöhnliches. Bei Neuer sind solche Verbundenheitserklärungen wohl durchaus ernst zu nehmen. Der Torwart ist gebürtiger Gelsenkirchener, hat mit fünf Jahren angefangen, Fußball zu spielen. Natürlich bei Schalke 04. Die sportliche Perspektive ist für Neuer, auch im Hinblick auf die WM im kommenden Jahr in Südafrika, beim FC Bayern deutlich besser. Vor allem die Champions League wird ihren Reiz auf den jungen Keeper ausüben.

Und die Bayern brauchen einen neuen Torwart. Michael Rensing wird kaum noch durchsetzbar sein. Jahrelang wurde ihm versprochen, nach dem Karriereende von Oliver Kahn die Nummer eins zu werden. In der vergangenen Saison war es dann endlich soweit, bis der damalige Trainer Jürgen Klinsmann Rensing vor dem Champions League-Spiel beim FC Barcelona durch Hans-Jörg Butt ersetzte. Für Rensing eine überraschende Demütigung - und möglicherweise der Anfang vom Ende seiner Zeit an der Säbener Straße.

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Zwar erklärte Uli Hoeneß, bekennender Rensing-Verfechter, gegenüber der Münchner 'Abendzeitung', Rensing sei "ein hervorragender Torhüter, er hätte auf jeden Fall eine neue Chance verdient." Dass er sie beim FC Bayern bekommen wird ist allerdings unwahrscheinlich. Zu unbeständig waren seine Leistungen in der vergangenen Saison, zu sehr wurde der 25-Jährige von Jürgen Klinsmann demontiert. Und für Rensing wäre es vielleicht der richtige Zeitpunkt einen Neuanfang bei einem anderen Verein zu machen. Ein Verein. Unvorbelastet und vielleicht auch mit einem nicht ganz so schweren Erbe wie das von Oliver Kahn.

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