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Franck Ribéry beim FC Bayern München: Ein As der Extraklasse

23.07.2009ZICKEREIEN UNERWÜSCHT

FC Bayern München: Van Gaal verpasst Franck Ribery einen Dämpfer

Louis van Gaal regiert das Starensemble des FC Bayern München weiter mit harter Hand. Weil die Wehwechen seiner beiden Superstars Franck Ribery und Luca Toni nicht abflauen, hat der Niederländer die beiden beim Freundschaftsspiel vom Freitag gegen den 1. FC Köln aus dem Kader gestrichen.

Offiziell lautet die Begründung auf Knieprobleme und Achillessehnenschmerzen: Doch durch den Ausschluß von Star-Franzose Franck Ribery (26) und Luca Toni (32), der beiden Hätschelkinder der Ära Jürgen Klinsmann, setzt Bayern-Coach Louis van Gaal (57) unverkennbare Duftmarken.

Insbesondere in Richtung von Möchtegern-Madrilene Ribery ist das Signal klar - entweder du ordnest dich unter, oder für dich gibt es in der A-Elf keinen Stammplatz. Weder will der Holländer Risiken eingehen, noch ist er geneigt, das mimosenhafte An-Aus-Training seines vermeintlichen Mittelfeld-Asses zu tolerieren. Höchstwahrscheinlich erleben wir derzeit nur den Auftakt eines langwierigen, zermürbenden Machtkampfes, der auch stets gespickt und angefacht sein wird durch parallele Wechselgerüchte und Übernahmeofferten.

Doch auch der frühere Florentiner Luca Toni bekommt die Härte des neuen Trainers voll zu spüren. War er vor zwei Jahren noch der unangefochtene Star im Bayern-Ensemble, hat van Gaal nun dem Italiener klargemacht, dass ein Andauern der aktuellen Formschwäche unwiderruflich mit einem Dasein als Bankdrücker verbunden sein wird.

Weitere Verlierer des neuen Regimes an der Säbener Straße sind Michael Rensing und Bastian Schweinsteiger. Während van Gaal im Moment völlig unerwartet auf Hansjörg Butt im Bayern-Tor setzt, ist es seine Gesundheit, die dem blonden Nationalspieler einen Strich durch die Rechnung macht. Mittlerweile ist nicht undenkbar, dass Schweinsteiger eine Reservisten-Saison droht,wenn er nicht rasch genug ins Team zurückfindet.

Doch es gibt auch Gewinner im neuen eisernen System an der Isar: Der für 30 Millionen Euro aus Stuttgart abgeworbene Stürmerstar Mario Gomez (30) hat einen vielversprechenden Trainingsstart hinter sich, natürlich ist er es, dem die Rolle der Torkanone in der neuen Saison zufallen wird. Es wurde auch Zeit, dass sich ein neuer Star dem mittlerweile altbacken anmutenden Gespann Toni/Ribery entgegensetzt.

Für willkommene Abwechslung sorgte bislang auch Ivica Olic (29). Eifrig und sehr engagiert profiliert er sich im Training, im Freundschaftsspiel gegen die Stuttgarter Kickers traf er darüber hinaus gleich drei Mal. Nicht undenkbar also, dass er die Position von Altvorderen-Knipser Miroslav Klose ins Wanken bringen könnte.

Unterm Strich kehrt der neue Besen Louis van Gaal beim FC Bayern München im Moment zwar gut, aber im Moment vielleicht einen Tick zu gründlich. Der Hang zum Umbruch und zu neuen Schemata bringt frischen Wind, droht aber auch altgestammte Aktiva zu verbrennen. Nicht umsonst distanzieren sich schon andere Bundesliga-Trainer von dem Niederländer in der bayerischen Landeshauptstadt.

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Nicht zuletzt Zvonimir Soldo vom 1. FC Köln, der bereits frotzelte: "Ich bin kein Polizist, der den Spielern Spione in die Diskothek hinterherschickt." Am morgigen Freitag wird sich abzeichnen, welcher der beiden Ansätze erfolgsversprechender ist.

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