Der ehemalige Trainer des FC Bayern München, Ottmar Hitzfeld, hat seinem Nachfolger Louis van Gaal über die Medien ein paar Tipps in Sachen Umgang mit Franzosen-Star Franck Ribery mit auf den Weg gegeben.
Er weiß, wie's geht: Der Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld hat dem aktuellen Trainer des FC Bayern München, Louis van Gaal, ausrichten lassen, er solle Mittelfeld-As Franck Ribery 'wie eine zarte Pflanze' pflegen.
Im Gespräch mit der Münchner Tageszeitung 'tz' gab der frühere Wahlmünchner in Sachen Ribery zu Protokoll: "Ich hatte nie Probleme mit ihm. Man muss ihn wie eine zarte Pflanze pflegen." Dennoch wolle er sich mit seinem Urteil auch nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen: "Ich möchte mich nicht aus der Ferne einmischen, denn ich kann die Situation zu wenig beurteilen."
Zum Umgang mit dem 'L'Equipe'-Interview, in dem Ribery explizit gegen van Gaal stichelte, rät Hitzfeld: "Am besten sollte man sich sofort an den Tisch setzen und die Situation klären, bevor es eskaliert." Dass Ribery zum Zeitpunkt des Erscheinens bereits mit der französischen Nationalmannschaft im Trainingslager war, nennt der Eidgenosse einen besonders unglücklichen Umstand: "Das ist für einen Trainer der denkbar ungünstigste Zeitpunkt."
In der 'Bild am Sonntag' hatte Fußball-Experte Günter Netzer bereits prophezeit, dass Franck Ribery eine Geldstrafe drohe, weil er seinem Unmut nicht intern Luft gemacht habe: "Kritik am Trainer oder der Mannschaft gehört intern geregelt. Deshalb wird sich Frank Ribery für sein Interview sicherlich eine Geldstrafe abholen."
Im Wortlaut hatte der Ballartist zu Protokoll gegeben: "Es ist das erste Mal, dass mein Kontakt zu einem Trainer nicht positiv ist. Es droht zwischen uns sehr kompliziert zu werden."
Netzer war allerdings auch der Meinung, dass die Kritik Riberys an dem neuen Bayern-'General' nicht von ungefähr käme, und hatte ebenfalls mit gut gemeintem Rat nicht gespart: "Zu einem großen Trainer gehören im Umgang mit der Mannschsft auch Nachsicht und Menschlichkeit im richtigen Augenblick. Er sollte seiner Mannschaft auch ein anderes Gesicht zeigen, nicht nur das des Generals."
Im 'Deutschen Sport Fernsehen' (DSF) hatte zuvor der Präsident des FC Bayern München, Franz Beckenbauer, versucht, der Polemik ihren Dampf zu nehmen: "Ich denke, die werden sich schon zusammen raufen. Wichtig ist, wie er sich verhält, wenn er wieder da ist und mit einem van Gaal kann man auskommen."
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Auch Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hatte die Worte des Franzosen zuvor im Interview mit dem 'Kicker' nicht krumm genommen: "Ich weiß vom Spieler und vom Trainer, dass es zwischen beiden kein Problem gibt. Franck ist charakterlich absolut okay. Der Trainer hat da überhaupt kein Problem." (mso)