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FC Bayern München schwächelt: Doch Uli Hoeneß bleibt kämpferisch

31.07.2009HINTERGRÜNDE TRETEN ANS TAGESLICHT

FC Bayern München: Uli Hoeneß wollte 100 Millionen für Ribery

Nachdem endgültig klar ist, dass Star-Franzose Franck Ribery auch in der kommenden Saison für den FC Bayern München spielen wird, enthüllte Uli Hoeneß nun weitere Hintergründe zu den Gesprächen mit Real Madrid.

Sebstbewußter geht's nicht: Uli Hoeneß, Manager des FC Bayern München, hat Real Madrid gleich zu Anfang der Gespräche hinsichtlich Franck Ribery mit einer Mindestforderung von 100 Millionen Euro konfrontiert.

Noch am gestrigen Donnerstag hatte die französische Sportzeitung 'L'Equipe' gemeldet, dass Real der Säbener Straße ein Angebot in Höhe von 80 Millionen Euro unterbreitet haben soll. Sogar diese Summe habe das Bayern-Management allerdings abgelehnt.

Bei der Afzeichnung der neuen DSF-Sendung 'Audi-Star-Talk' (Ausstrahlung heute um 21.45 Uhr) bezog Hoeneß nun zu diesen Behauptungen Stellung, und stellte sie richtig. In erster Linie hätten die Madrilenen zu keinem Zeitpunkt einen konkreten Betrag genannt: "Real hat uns nie Geld angeboten." Dafür sei seine Ansage einfach zu lapidar gewesen: "Ich habe denen gesagt, ihr braucht euer Flugzeug nur zu besteigen, wenn ihr einen Scheck in dreistelliger Millionen-Hähe dabei habt."

Dieser Betrag scheint dem alten Bayern-Haudegen jedoch selbst für die selbst ernannten 'Galacticos' zu hoch: "Offenbar haben sie den nicht aufgetrieben, denn sie sind in Madrid geblieben", argumentiert Hoeneß zwingend. Nachdem Ribery zudem in den vergangenen Tagen dem Vereinsvorstand gegenüber seine Loyalität mehrfach bekräftigt hat, sieht der Managerin den Spaniern fortan vor allem einen Champions-League-Rivalen.

Gewohnt hart polterte Hoeneß anschließend in Richtung von Real-Präsident Florentino Perez: "Real wird mal ein Problem haben, wenn der Gerichtsvollzieher ihnen das Bernabeu-Stadion zusperrt." Altbekannte Weisheiten veranlassen ihn zu dieser Prophezeiung: "Der Krug läuft ja bekanntlich zum Brunnen. Aber irgendwann zerbricht der schon noch, also lassen wir sie doch laufen!"

Nach den Querelen der vergangenen Tagen lenkte indessen auch Bayern-Präsident Franz Beckenbauer gegenüber 'Sport Bild' auf den universellen Kuschelkurs zu Franck Ribery ein: "Warum sollte der FC Bayern Ribery herschenken? Wir wollen haben, was der Markt hergibt. Und wenn Cristiano Ronaldo 94 Millionen wert ist, dann ist Ribery ähnlich viel Geld wert, weil Ribery, Ronaldo, Messi und vielleicht noch Kaká die derzeit besten Spieler in Europa sind."

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Das Fazit des 'Kaisers' lautet demnach: "Wenn das nicht geboten wird, bleibt er halt bei uns." Vergessen sind also auch die jüngsten Tage, als der Präsident des FC Bayern München Ribery des Opportunismus bezichtigt hatte: "Ribéry ist nur zu Bayern gekommen, um sich einen Namen zu machen. Das ist ein Franzose, dem ist München wurscht." Darauf hatte der Vorstand mit einer einhelligen Stellungnahme reagiert, der sich Beckenbauer nun gebeugt hat. (mso)

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