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Der FC Bayern München schwächelt: Doch Uli Hoeneß bleibt kämpferisch

16.03.2009DEUTSCHER MEISTER IM SPRÜCHEKLOPPEN

FC Bayern München: Uli Hoeneß fordert Fußball-Zwangsabgabe

Der Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, fodert eine Art Zwangsabgabe für den Fußball. Zwei Euro pro Haushalt und Monat sollen zusätzlich zu den bisherigen Rundfunkgebühren gezahlt werden, damit die Bundesligavereine international konkurrenzfähig bleiben.

"Meine große Hoffnung ist, dass die Leute irgendwann bereit sind, zwei Euro im Monat für Fußball zu bezahlen", so Hoeneß in einem Interview mit der 'Wirtschaftswoche'. Der Bayern-Manager sieht die Bundesliga im internationalen Vergleich eindeutig im Hintertreffen und auch mögliche Erfolge seines Vereins in der Zukunft gefährdet: "Stellen Sie sich vor, wir hätten 100 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Da würde ich unseren Fans glatt den Champions League-Sieg in Aussicht stellen." Der souveräne Einzug der Bayern ins Viertelfinale der Champions League sei eine "Momentaufnahme".

Hoeneß rechnet vor, dass der FC Bayern lediglich 50 Millionen im Euro im Jahr aus Fernsehrechten verdiene, wovon nur 30 Millionen aus der Bundesliga stammten. "Hier gibt es den riesigen Unterschied zu den Topclubs in England, Spanien und Italien. Die erhalten aus der TV-Vermarktung der nationalen Ligen jeweils zwischen 80 und 130 Millionen Euro, also fast drei- bis gut viermal so viel." Dies werde auf Dauer dazu führen, "dass der deutsche Fußball enorme Schwierigkeiten bekommt, international mitzuhalten und irgendwann noch einmal die Champions League zu gewinnen", warnt der 57-Jährige.

Dieses Problem soll nun durch die Abgabe von zwei Euro im Monat von jedem Haushalt gelöst werden. Der Fußball bringe neben "Wetten dass" die höchsten Einschaltquoten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und solle demnach auch besser repräsentiert sein. Die 2 Euro im Monat würden der Bundesliga jährlich rund 900 Millionen Euro einbringen - eine Verdreifachung der derzeitigen Summe, und die Bundesliga könnte zur englischen Premier League (1,2 Milliarden Euro pro Jahr) und zur italienischen Serie A (1,1 Milliarden) aufschließen.

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Auf den Einwand, dass Fußball-Desinteressierte bei einer solchen Regelung zwei Mal zahlen müssten, ob sie wollten oder nicht, entgegnet Hoeneß: "Moment, ich werde doch auch monatlich abkassiert, obwohl ich nur Nachrichten, Sport und politische Diskussionen anschaue. Große Erfolge einer AG mit einem Umsatz von zuletzt fast 300 Millionen Euro sollten es den Menschen daher wert sein, noch zwei Euro mehr zu zahlen. "Das ist nicht mal eine halbe Schachtel Zigaretten oder ein kleines Bier in der Kneipe." Und gesünder sei es schließlich auch. (stk)

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (3)
Igor Acrapovic (17.03.2009 22:18)

Fussball-Steuer

...ja sagt mal, geht s noch? Mir geht euer Fussball doch wohl in grosser Entfernung am Gesäss vorbei. Nicht genug, dass ich inzwischen auf meinen PC Rundfunkgebühren zahlen muss. Jetzt möchte ein grössenwahnsinniger Ulli Hoeness, der anscheinend den Hals gar nicht voll kriegt, mir auch noch eine Pflichtsportart reinwürgen. Ich hätte noch so einige Sachen, die hier mal in Ordnung gebracht werden müssen. Also, liebe Bundesbürger, ich fordere jetzt mal von Euch allen eine jährliche Zwangsabgabe von 2 Euro pro Nase zur Erhaltung und Vermehrung meines persönlichen Wohlstandes. Besten Dank.