Nach einem aufsehenerregenden Interview von Verteidiger Philipp Lahm hatte der Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, mit einem Rundumschlag gegen Spieler, Vereine und vor allem gegen Imageberater Roman Grill gekontert. Dieser nahm daher nun Stellung zu den erhobenen Vorwürfen.
Roman Grill, der ursprünglich in der Presseabteilung des FC Bayern München arbeitete, verdient sein Geld nun als Imageberater für Fußballspieler. Mit dem umstrittenen Interview von Philipp Lahm, das entgegen der Regeln des Fußballclubs an der Säbener Straße nicht mit diesem abgestimmt war, geriet der Berater nun in die Schusslinie des Noch-Managers Uli Hoeneß. Hoeneß sagte zur 'Zeit': "Lahm liegt zu 90 Prozent falsch, und jetzt sage ich Ihnen, wer dahintersteckt: Roman Grill, sein Berater, der ja auch mal hier gearbeitet hat, will seinen Mandanten positionieren - als Kapitän, als Führungsfigur. Heute Morgen frage ich Grill am Telefon: Wieso erklärst du in der Öffentlichkeit, dass Philipp Lahm schon zwei-, dreimal beim Vorstand war? Du weißt genau, dass das nicht so ist. Und er antwortet mir: Wie soll er sich sonst profilieren? Das war die Antwort."
Im selben Interview attackiert Hoeneß auch zwei weitere Spieler und Kunden des Imageberaters Grill: Piotr Trochowski vom Hamburger SV und den Bayern-Torwart Michael Rensing. "Ist Ihnen aufgefallen, dass Piotr Trochowski beim Hamburger SV neuerdings auch Kommentare abgibt? 'Wir sind in der Breite nicht gut aufgestellt' und so weiter. Der kann normalerweise keine zwei Sätze geradeaus sprechen, und jetzt spricht er über Fußballpolitik! Wissen Sie, wer sein Berater ist? Roman Grill! Und auch unser Torwart Michael Rensing gibt, seit Grill sein Berater ist, plötzlich jede Woche ein Interview - und was für ein Schmarrn er erzählt hat! Die letzten Chancen, hier erster Torwart zu werden, hat er sich durch die Interviews genommen. Das kann es doch nicht sein!"
Uli Hoeneß hat den jüngsten Unruhen beim FC Bayern München mit diesem Interview noch eine weitere Episode hinzugefügt und deutschlandweit für Empörung in der Fußballwelt gesorgt. Grill holte nun in der 'Financial Times Deutschland' zum Gegenschlag aus und wehrt sich vor allem gegen die persönlichen Angriffe durch den zukünftigen Präsidenten des FC Bayern: "Lahm hat eine inhaltliche Diskussion losgetreten, über die man unterschiedlicher Meinung sein darf. Uli Hoeneß hingegen hat persönlich attackiert und nicht nur mich, sondern einen jungen Spieler wie Trochowski angegriffen und verunglimpft. Piotr ist jedoch ein sehr intelligenter Spieler, der beim HSV zeigt, dass er zu den Verantwortungsträgern gehört. Persönliche Angriffe gegen ihn oder mich sind nicht in Ordnung. Wir sollten wieder mehr über Inhalte sprechen und den Respekt voreinander bewahren."
Grill übt sich darüber hinaus aber auch in inhaltlicher Kritik. Zu Hoeneß' Statement, dass kein Spieler mehr zu ihm gekommen sei, seit van Gaal Trainer sei, sagt er: "Ja, was denn nun? Sollen mündige Spieler, die sehen, dass etwas falsch läuft, nicht mehr zum Manager gehen, weil der Trainer es nicht will? Oder sollen sie dies tun und sich inhaltlich mit Problemen einer Mannschaft auseinandersetzen?"
Grill räumt allerdings auch Fehler ein. Zu der in den letzten Tagen viel diskutierten Frage, inwieweit Lahm bereits früher mit Hoeneß und Co über seine Kritik am Verein sprechen wollte, äußert der Berater sich nun so: "Ich wurde vor Tagen vom DSF gefragt, ob Lahm früher mit dem Vorstand des FC Bayern über diese Themen gesprochen hätte. Ich antwortete, dass ich denke, über solche Themen sein bereits intern gesprochen worden. Mag sein, dass dies ein Fehler war." (ssp)
linak (16.11.2009 18:57)...der Fisch stinkt vom Kopfe her
Die Fehler der Bosse rächen sich: Klinsmann war kein Fußballlehrer, van Gaal ein Auslaufmodell, dessen Erfolge im Ausland 13 Jahre zurückliegen und dessen Hollandimporte Pranjic und Braafheid Flops sind, die nicht annähernd die Klasse von Lucio und ZeRoberto haben. Die nicht kritikfähigen H. und R. sollten sich hinterfragen, wie das Chaos zustande gekommen ist, wie viel Geld verbrannt wurde oder was sogenannte Scouts um Breitner und Co. leisten, anstatt die Schuldigen woanders zu suchen mit unsäglicher mir-san-mir-Arroganz.. Aber sie träumen weiter, v.G. wird das (Bauern)Opfer sein, wetten...