Dribbelkönig Franck Ribery vom FC Bayern München will in den nächsten zehn Tagen über seine Zukunft entscheiden. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge plant derweil fest mit ihm bis 2011.
Es kommt Bewegung in die Sache: Superstar Franck Ribery (27) vom FC Bayern München ist zwar immer noch hin- und hergerissen, ob er an der Isar bleiben soll, will sich aber in den nächsten zehn Tagen entscheiden.
Bereits seit vergangenem Sommer halten sich die Spekulationen, ob der ballmächtige Franzose dem Verein an der Säbener Straße auch mittelfristig erhalten bleibt, oder ob er ins Land seiner Träume nach Spanien wechselt. Andere Optionen stehen für ihn erklärtermaßen nicht zur Diskussion, mit den Königlichen von Real Madrid liebäugelt das Mittelfeld-Ass jedoch immer wieder unverhohlen.
Seit jedoch insbesondere die Glanzleistungen von Arjen Robben den FC Bayern München bis ins Halbfinale der Champions League haben vorstoßen lassen hat die Vereinsführung mehr Trümpfe in der Hand als je zuvor. Während noch zur Winterpause klar war, dass man zu einer Ablöse im mittleren zweistelligen Millionenbereich nicht Nein sagen würde, fall Franck Ribery gehen wolle, sieht die Lage nun schon deutlich anders aus. Gerade die jüngst in Europas Top-Turnier erwirtschafteten 45 Millionen haben für zusätzlichen Spielraum gesorgt, und die Handlungsoptionen des Managements spürbar erweitert.
Im Gespräch mit der 'Bild'-Zeitung brachte das nun Karl-Heinz Rummenigge am heutigen Mitwoch überdeutlich auf den Punkt. Auf die Frage, ob der begehrte Spieler denn also den Bayern auf jeden Fall bis Vertragsende 2011 erhalten bleibe, konterte der Vorstanndsboss unmissverständlich: "Ich gehe im Moment davon aus." Vergangene Woche hatte der Fußball-Veteran seinem wichtigsten Mann noch mit feierlicher Geste zum Geburtstag einen Kugelschreiber geschenkt - "damit er seinen Vertrag unterschreibt".
Zeitgleich signalisiert er Franck Ribery aber, dass er mittlerweile auch vor härteren Bandagen nicht zurückschreckt. Im Interview erläuterte Rummenigge weiter: "Wir werden Gespräche führen. Unser klares Ziel ist es immer noch, den Vertrag zu verlängern. Aber wenn wir das nicht hinkriegen, heißt das nicht automatisch, dass wir Franck in diesem Sommer verkaufen werden."
Die Zeit der europäischen Minderwertigsgefühle müsse beim FC Bayern München eben fortan der Vergangenheit angehören: "Wir wollen im nächsten Jahr eine Mannschaft habe, die national ihre Ziele erreicht und international wieder ein Stückchen höher kommt. Wir haben das Ziel, künftig nicht demütig nach Barcelona zu fahren, sondern mit einer gewissen Chance auf Augenhöhe. Dafür ist Franck notwendig."
Die neue steife Brise sowie das erstarkte Selbstbewußtsein seiner Verhandlungspartner scheint Franck Ribery durchaus zu spüren. Nicht einmal einen halben Tag ließ der Ballartist verstreichen, ehe er am heutigen Mittwochnachmittag gegenüber 'Sport1' kundtat, Fans und Verein nicht mehr ewig lange auf die Folter zu spannen: Konkret festlegen werde er sich "in der nächsten Woche oder in den nächsten zehn Tagen".
Die Anstrengungen seiner Gegenüber beim FC Bayern München wisse er auch zu schätzen: "Ich kann aber ganz klar sagen, dass der Verein immer alles für mich getan hat. Ich habe 100-prozentiges Vertrauen in die Vereinsführung mit Herrn Rummenigge, Herrn Hoeneß und Herrn Hopfner. Ich habe mich immer sehr gut mit ihnen verstanden. Sie stehen auch zu 100 Prozent hinter mir." Dennoch herrsche bei ihm noch keine Klarheit: "Was soll ich sagen? Aktuell stehen die Chancen 50:50."
Es könnte allerdings sein, dass auch die Vereinsspitze sich vor den Augen der Fans nicht endlos vor der Grübelei des Franzosen verneigen kann. Auf 'Europolitan.de' brachte bereits ein User namens 'Siggi' den Unmut der Club-Anhängerschaft gegenüber Franck Ribery wie folgt auf den Punkt: "So ein Schmarrn. Weg mit ihm. Für dieses Geld kauft man dem Robber lieber alle paar Tage einen neuen Ferrari. Zahlt man dieser Diva so viel Geld, wird das zu Recht ein Szenario wie in Köln hervorrufen."
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Auch finanziell scheint der FC Bayern München nämlich schon über den eigenen Schatten gesprungen zu sein, wie Ribery selbst Ende März gegenüber 'Sport Bild' verriet: "Es ist ein großer Verein, der mir die besten Konditionen bieten will, die es je gegeben hat." (mso)
Ribery ist es wert (15.04.2010 10:04)1. Es gibt nicht so viele Fußballspieler der Klasse eines F. Ribery auf der Welt, deswegen ist er es wert, an die Grenzen zu gehen , um ihn langfristig zu halten.
2. Wenn die Chancen jetzt 50 zu 50 stehen , dann ist es doch schon entschieden: Bayern 50%, Barca,Real und Chelsea je 16,6%
3. Es sollte nur bald und langfristig entschieden werden. Am besten mit 5 Jahres-Vertrag und einer festen utopischen Ablöse im Vertrag , damit der kleine Franzose sich mal ein paar Jahre aufs Fußballspielen konzentrieren kann.
4. Bei Bayern könnte Ribery ein Weltstar werden, bei den anderen nur einer von vielen!