Das Management von Juventus Turin hat beteuert, alles nur Mögliche zu tun, um Torwart Gianluigi Buffon zu halten. In den letzten Tagen waren wieder Gerüchte in Umlauf geraten, die von einem 'Notverkauf' sprachen. Oliver Kahn hatte dem FC Bayern München bereits geraten, sich den amtierenden Weltmeister zu holen.
Nichts da: Italiens krisengeschüttelter Rekordmeister Juventus Turin wird den Teufel tun, und Star-Keeper Gianluigi Buffon (31) an den FC Bayern München verkaufen.
Am gestrigen Dienstag hatte die seriöse Turiner Tageszeitung 'La Stampa', die der Juve-Besitzerfamilie Agnelli nahesteht, von einem "Notverkauf" des italienischen Nationaltorwarts gesprochen. Der finanzielle Verlust einer etwaigen Nicht-Teilnahme an der Champions League solle möglicherweise dadurch aufgefangen werden, dass Buffon dem Meistbietenden angedient werde.
In Frage käme als Käufer in erster Linie Manchester City. Die Engländer mit den Scheich-Millionen im Rücken haben bereits mehrfach Avancen in Richtung des amtierenden Weltmeisters gemacht. Doch auch beim FC Bayern München war der Ausnahmesportler kurz im Gespräch, nachdem ihn Ex-Tor-Titan Oliver Kahn (40) dem Management wärmstens anbefohlen hatte.
Gegenüber 'Sport Bild' hatte Kahn erklärt: "Butt spielt hervorragend. Aber er ist 35, und da muss sich Bayern Gedanken machen. Ich würde Buffon holen. Bayern hat die höchsten Ziele. Wenn du die erreichen willst, brauchst du einen der besten Torhüter der Welt."
Buffo hatte sich umgehend für die Wertschätzung bedankt, etwaige Transfergerüchte aber sofort zum Verstummen gebracht, indem er konterte: "Ich fühle mich geehrt, diese Wertschätzung von einem Experten wie Kahn zu erfahren. Aber ich darf daran erinnern, dass ich schon bei einem großen Klub spiele."
Sollten Verein und Spieler ihre Meinung noch ändern, müsste sich der FC Bayern München zudem noch mit einer Reihe nicht unerheblicher Tatsachen auseinandersetzen: Auf 30 Millionen Euro Marktwert wird Buffon geschätzt, bis 2013 läuft sein Vertrag, und satte sechs Millionen beträgt sein Jahressalär.
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Zudem versicherte Roberto Bettega, Vize-Direktor bei Juventus Turin gestern auf einer Pressekonferenz: "Ich will unsere Tifosi beruhigen: Buffon wird nicht angerührt, er bleibt bei Juve." Der Torwart war einer der wenigen gewesen, die seinem Verein die Treue gehalten hatten, als die Bianconeri 2006 infolge eines Schiedsrichterskandals zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte trotz Titelgewinn auf dem Spielfeld in die Serie B hatte absteigen müssen. (mso)