Italiens Rekordmeister Juvents Turin soll gegen Vorlage eines interessanten Angebots bereit sein, zur Winterpause Regisseur Diego für eine hohe Millionensumme ziehen zu lassen. 'Europolitan.de' hatte bereits in den vergangenen Tagen aus Kreisen von Inter Mailand erfahren, dass der Tabellenprimus der Serie A und der FC Bayern München hinter den Kulissen mit Juve in Verbindung stehen. Jetzt verdichten sich die Hinweise auf einen Transfer, der sicherlich bei den Fans mit Furore begrüßt würde.
Zu schön, um wahr zu sein? Trotz ungläubiger Reaktionen in den Fan-Foren des FC Bayern München gewinnt die Hypothese, Brasilien-Ass Diego (24) könne an die Isar wechseln, weiter an Fahrt.
Im Gespräch mit der italienischen Tageszeitung 'Gazzetta dello Sport' verriet am heutigen Freitag Ex-Inter-Trainer Roberto Mancini (45), dass er es war, der Inter-Präsident und Öl-Millionär Moratti auf den Mittelfeld-Star ansetzte: "Diego ist gut, ich hatte Moratti gebeten, ihn zu verpflichten. Und fast hätten wir ihn bekommen."
Gut möglich also, dass der Inter-Chef nun endlich Nägel mit Köpfen machen will, um endgültig in der Champions League klar Schiff zu machen. Denn obwohl die Mailänder in den vergangenen vier Jahren unangefochten die Serie A dominieren, sieht ihre europäische Bilanz eher schmählich aus. Einziger Manko im Team: Ein Mittelfeldregisseur von Weltrang.
Gleichzeitig verstärkt sich bei Juventus Turin der Unmut Diego gegenüber, der die Erwartungen bislang klar enttäuscht hat. Gegenüber dem Internetdienst 'Tuttomercatoweb.com' gibt Juve-Kenner und Ex-Präsident Luciano Moggi dem Ex-Bremer heute sogar die Schuld an der aktuellen Schwäche der 'Bianconeri': "Das Problem von Juventus ist das Mittelfeld, das die Aktivitäten der Defensiven erschwert und den Sturm nicht gut mit Bällen versorgt. Diego versteckt sich allen Anfeuerungen von Trainer Ferrara zum Trotz hinter der zweiten Linie. Dabei ist er geholt worden, um hinter den beiden Stürmern als Verbindungsmann zu dienen."
Dort sei er aber falsch platziert, betont Moggi: "Da er in dieser Funktion versagt, schießt Juventus derzeit auch keine Tore. Die Schwächen Juves haben also zwei Namen: Melo und Diego." Beim FC Bayern München hingegen fände Diego sein ideales Habitat: zwischen und auch teilweise hinter Franck Ribery und Arjen Robben.
Ob es allerdings Luca Toni sein wird, der im Gegenzug für den Brasilianer und einen zweistelligen Millionenbetrag (man munkelt bereits von einer Summe um die 25 Millionen) nach Turin wechselt, gilt als zunehmend unwahrscheinlich. Am heutigen Freitag schrieb der britische 'Guardian', West Ham United sei in "fortgeschrittenen Verhandlungen" um den italienischen Weltmeister.
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Doch was sagt Luca Toni zu Diego, der zum FC Bayern München ausgerechnet dann stößen könnte, wenn er geht? Gegenüber 'Tuttosport' wertete der 32-jährige Knipser seinen Kollegen so: "Auf mich hat er immer einen sehr starken Eindruck gemacht. Ich bin überzeugt davon, dass er ein großartiger Mittelfeld-Regisseur ist." Eine Äußerung, die man auch als Wink mit dem Zaunpfahl verstehen kann.