Ribery zu Real Madrid, Ribery zum FC Barcelona, Ribery zu Manchester United. Toni zum FC Barcelona, Toni zu Fenerbahce Istanbul - die Transfergerüchte um den Franzosen Franck Ribery und den Italiener Luca Toni vom FC Bayern München reißen nicht ab.
Real Madrid hatte kürzlich bekundet, das Buhlen um Franck Ribery einstellen zu wollen. Ribery gehöre dem FC Bayern, so Real-Präsident Florentino Perez. Der milliardenschwere Bauunternehmer schränkte seine Aussage allerdings sofort ein. Wenn die Bayern Ribery ziehen lassen, dann sei Real immer noch interessiert. Nicht ganz abwegig scheint natürlich der Gedanke zu sein, dass Real den Kampf um Ribery keineswegs aufgegeben hat, sondern lediglich pokert. Die letzte Runde in diesem Spiel ist wohl noch nicht gespielt.
Angeblich aber, so war in der spanischen Zeitung "Sport" zu lesen, hat Ribery schon einen Vorvertrag beim FC Barcelona unterschrieben. Und die 'Bild'-Zeitung berichtet von einem Gespräch zwischen Barca-Boss Joan Laporta und Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge, bei dem es um Ribery gegangen sein soll. Offiziell planen die Bayern mit Ribery, wie Manager Uli Hoeneß erneut bekräftigt hat. Bei welcher Summe die Planungen umgestellt werden ist bislang unklar. "Ganz verrückte Dinge" müsse jemand tun, damit die Bayern zu Verhandlungen bereit sind, hat Hoeneß gegenüber der 'tz' erklärt.
Eine neue, möglicherweise verrückte Summe, die derzeit aus der Gerüchteküche zu vernehmen ist, lautet 75 Millionen Euro. Das ist allerdings weder das Gebot von Real Madrid, noch vom FC Barcelona. Sondern von Manchester United, berichtet zumindest die 'Daily Mail'. Zwar hat Ribery bislang einen Wechsel auf die Insel wegen des schlechten Wetters abgelehnt - anhören wird er sich einen entsprechendes Angebot, inklusive der monatlichen Schlechtwetterentschädigungen aber wohl schon. Und wenn genügend Geld für Regenschirm- und jacke rausspringt, dann ist ein Wechsel nach Manchester wahrscheinlich zumindest nicht ausgeschlossen.
Manchester United hat auf jeden Fall die finanziellen Mittel, um Ribery zu verpflichten. Das Geld aus dem nahezu perfekten Transfer von Cristiano Ronaldo zu Real Madrid möchte Teammanager Alex Ferguson gerne direkt wieder in die Mannschaft investieren. Immerhin 93 Millionen Euro stünden daher zur Verfügung. Die Gerüchte um einen möglichen Ribery-Wechsel nach Manchester sind nicht neu. Schon seit sich der Abgang von Ronaldo immer mehr abzeichnete wurde spekuliert, dass ManU den Franzosen als Nachfolger holen könnte.
Aber noch ein weiterer prominenter Bayern-Star steht möglicherweise vor einem Wechsel. Die Ablösesumme dürfte allerdings deutlich unter der von Ribery liegen, wenn Luca Toni den Verein verlassen sollte. Der Italiener hat berichtet, dass der FC Barcelona an ihm interessiert sei. Diese Interesse ehre ihn, so Toni. Weitere Interessenten sollen die beiden Mailänder Vereine Inter und AC sein - mit denen fänden aber bislang keine Gespräche statt, erklärte der Bundesliga-Torschützenkönig von 2008.
Vielleicht wechselt Toni allerdings weder nach Spanien, noch nach Italien. Denn nun soll es einen weiteren Interessenten geben. Die 'Bild'-Zeitung bringt Fenerbahce Istanbul ins Spiel. Acht Millionen Euro Jahresgehalt soll der neue Verein von Trainer Christoph Daum bieten. Für einen 32-Jährigen ein sehr verlockendes Angebot, wird es sich doch voraussichtlich um seinen letzten großen Vertrag handeln. Den FC Bayern würde Toni gerne verlassen, da er auf Grund der Konkurrenz durch Miroslav Klose und Mario Gomez die eigenen Ziele in Gefahr sieht - insbesondere die Teilnahme an der WM im kommenden Jahr in Südafrika.
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Die Bayern hätten im Gegenzug die Möglichkeit, Tonis Gehalt von jährlich 5,5 Millionen Euro zwei Jahre früher einzusparen als geplant. Damit allerdings nicht genug: Fenerbahce soll neben Luca Toni mit Hamit Altintop auch noch an einem zweiten Spieler des deutschen Rekordmeisters interessiert. Gegenüber der 'tz' allerdings hat Hoeneß die Kaderplanungen für abgeschlossen erklärt. Lediglich ein Rechtsverteidiger solle noch kommen. Und der Kandidat steht auch schon fest: Jose Bosingwa vom FC Chelsea. Aber weiß, ob die ganz verrückten Dinge nicht doch noch passieren - dass die Transferaktivitäten an der Säbener Straße nun endlich eingestellt werden scheint irgendwie schwer vorstellbar.