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22.04.2010AUFTAKTSIEG GEGEN LYON

FC Bayern München: 'Arjen Robben, der König Europas' - Pressestimmen

Trotz des Skandals um Dribbelkünstler Franck Ribery hat der FC Bayern München das Hinspiel gegen Olympique Lyon souverän gemeistert. Wieder einmal entschied Flügelflitzer Arjen Robben die Partie, weswegen ihn die internationale Sportpresse auch erneut überschwenglich feierte.

Es scheint das eherne Gesetz dieser Champions League zu werden: Als Not am Mann war, hat Star-Stürmer Arjen Robben (26) wieder einmal dem FC Bayern München in einer entscheidenden Partie zum Sieg verholfen - und das, obwohl Flügelzangen-Partner Franck Ribery die Nerven verlor, und sich vom Platz stellen ließ.

Ab der 37. Spielminute musste der deutsche Rekordmeister auf den genialen Franzosen verzichten, nachdem der seinem Gegenspieler Lisandro Lopez mit voller Wucht auf den linken Knöchel getreten war. Anschließend setzten seine auf dem Spielfeld verbliebenen Kollegen jedoch, als sei nichts gewesen, Lyon weiter massiv unter Druck, bis Arjen Robben in der 69. Minute aus zentraler Position von außerhalb des Strafraums mit links draufloshämmerte, Thomas Müller abfälschte und sich Lloris geschlagen geben musste.

Die italienische Tageszeitung 'Corriere dello Sport' schilderte die entscheidende Spielminute wie folgt: "Noch einmal war es ein tödlicher Linksschuss von Arjen Robben, mit dem der FC Bayern München den Unterschied markiert hat, wie schon in Florenz und Manchester. Dieses Mal wurde die Fluglinie auf kaum wahrnehmbare, aber entscheidende Weise von Müller abgefälscht, wodurch Lloris genarrt werden konnte."

Die rosafarbene 'Gazzetta dello Sport' gab den Ablauf hingegen wie folgt wieder: "Mitte der zweiten Halbzeit meißelte eine Ko-Produktion aus Robbens linkem Dynamitfuß und Müllers Haarschopf das 1:0 in den Stein. Das Halbfinale bleibt offen, und die Deutschen sind am Dienstag verdient im Vorteil. Ganz generell, und nicht nur auf dem Fußballfeld, besteht die Größe der Deutschen ja darin, dass sie jedes Problem dadurch lösen, indem sie mehr arbeiten. So erhöhten sie nach Riberys Rauswurf den Druck noch zusätzlich, und nahmen Lyon jegliche Illusion."

Für die Leistung von Arjen Robben fand das Mailänder Blatt hingegen die folgenden Worte: "Wie in Florenz und Manchester war er wieder der entscheidende Faktor, in den letzten 19 Spielen hat er 16 Tore geschossen. Der siebzehnte Treffer ist konnte nun nur an Müllers Tolle scheitern." Franck Ribery bewertete die italienische Zeitung hingegen so: "Ganz Frankreich hatte ihn unter der Lupe. Ihm wurde die Spannung zu viel. Vielleicht war es der Sex-Skandal, der ihn in der 37. Minute zum ausrasten brachte."

Aus seiner Heimat echote indessen 'L'Equipe' in Richtung des Halbfinalgegners des FC Bayern München: "Die Lyoner sind kleine Löwen geworden. Lyon wurde dominiert." 'Le Figaro' setzte nach: "Gegen Lyon hoffte Ribéry um Vergebung nach seinem Abstieg in die Hölle der letzten Tage, aber es war Robben, der die Bayern ins Paradies führte." 'Le Monde' hingegen sah monumentales Pech am Werk: "Die erste Wende in dem Halbfinalspiel kam von Franck Ribéry. Er kam zu spät in einem Zweikampf mit Lisandro - und trat ihn. Eine defensive Aktion, eher linkisch als bösartig, aber direkt vor dem Schiedsrichter."

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Die britische 'Sun' freute sich hingegen hämisch darüber, dass Franck Ribery wahrscheinlich für den kompletten Rest des Turniers gesperrt sein wird: "Dank Robben setzt Bayern einen Fuß ins Finale. Allerdings fehlt Franck Ribery den Münchenern nach einem Foul, wo er alles andere nur nicht den Ball traf." 'AS' aus Spanien schlägt in dieselbe Kerbe: "Robben repariert das, was Ribéry kaputtzumachen schien.' 'Sport' resümierte lapidar: "Robben hält van Gaals Bayern am Leben." (mso)

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