Rekordmeister FC Bayern München hat der Idee, um den Kroaten Darijo Srna zu buhlen, eine schallende Ohrfeige erteilt. Doch das letzte Wort ist womöglich noch nicht gesprochen.
Klare Worte: Die Lenker des FC Bayern München halten nichts davon, für den Kroaten Darijo Srna (27) einen Millionenbetrag auszugeben.
Man munkelt, dass der Verein des rechten Verteidigers, der amtierende UEFA-Cup-Titelinhaber Schachtjor Donezk, im Mai auf eine Anfrage aus der bayerischen Hauptstadt mit einer Forderung von 17 Millionen Euro gekontert haben soll. Nachdem nun aber Chelsea-Kicker José Bosingwa (26) den Weg an die Säbener Straße scheut, hat Sportdirektor Christian Nerlinger (36) etwaigen Srna-Spekulationen sofort einen eindeutigen Riegel vorgeschoben.
Im Gespräch mit der 'Bild'-Zeitung gab der Vereinsobere zu Protokoll: "Einen Transfer von Srna kann ich ausschließen." Und auch Bayern-Ikone Uli Hoeneß (57) will in der letzten Transfersaison vor dem Ruhestand wohl nichts Spektakuläres mehr reißen: "Wahrscheinlich machen wir gar nichts mehr. Wenn überhaupt dann hinten rechts. Aber momentan wüssten wir nicht, wen wir holen sollten."
Alles so gemeint, wie es gesagt wird, oder reine Taktiererei? Fakt ist, dass sich die Ukrainer mit ihrer initialen Forderung ordentlich vergaloppiert haben. Auf der Basis, signalisiert der FC Bayern auf die gewohnt direkte Weise, ist nicht einmal ein Gespräch drin. Dennoch bleibt die Kriegskasse nach den acht Millionen für Starverteidiger Lucio prall gefüllt. Und sollte der Verein von Oligarch Rinat Achmetow doch den eigenen Fehler einsehen, und über informelle Kanäle ein realistischerer Preisschild signalisieren, könnte sich der Deal rascher materialisieren, als es nun den Anschein hat.
Verwandte Artikel
Nerlinger jedenfalls unterstreicht die Stärke der eigenen Verhandlungsposition: "Wir haben keinen Druck. Grundsätzlich haben wir auch gute Nachwuchsspieler, auf die wir immer ein Auge haben." (mso)
Redaktion (23.07.2009 08:19)Korrektur
Danke für den Hinweis, haben wir hineingearbeitet!