Es war das Fußball-Mega-Ereignis: 80 000 frenetisch jubelnde Fans drängten sich feiernd ins Madrider Santiago-Bernabeu-Stadion und sangen, grölten, jubilierten. Grund dafür war aber nicht etwa ein Fußballspiel - sondern die offizielle Vorstellung des Rekord-Spielers Cristiano Ronaldo.
Nicht einmal ein Tag ist vergangen seit das neue Idol der Madrider Fußballszene sich gekonnt in eben jene setzte - und schon ist der Effekt in Spaniens Wirtschaft zu spüren. Vom Trikot mit der neuen Nummer „9" des ehemaligen „Manchester United"-Stars Cristiano Ronaldo und dessen Namenszug sind bereits mehr als 5.000 Stück zu je 80 Euro verkauft worden, so der spanische Rundfunk.
Das kommt nicht von Irgendwo. Denn so eine Einführungs-Show hatte es bis dato noch für keinen Fußballer gegeben. Angefangen von den Medien, die einen regelrechten Countdown bis zum Tag von Ronaldos Ankunft beim spanischen Spitzenverein Real Madrid gestartet hatten bis zur Ausnahme-Behandlung die dem gebürtigem Portugiesen bei seiner Landung auf dem Militärflughafen Torrejon zuteil wurde: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist der 24-jährige nach seiner Landung erst zum Medizin-Check und im Anschluss zu einem Interview mit dem vereinseigenen TV-Sender geleitet worden.
Die Vorstellung am Montag-Abend war an sich reine Formsache; ein gegenseitiges Kennenlernen. Dabei kristallisierte sich allerdings schnell heraus, wie sehr die Fans der „Königlichen" sich auf den Superstar gefreut hatten. 80 000 begeisterte Fans schrieen seinen Namen und jubelten dem „Weltfussballer des Jahres 2008", der mit einer Ablösesumme von unglaublichen 93 Millionen Euro und einem Jahres-Nettogehalt von 13 Millionen Euro der teuerste und bestbezahlteste Fussballer ist, zu.
An Ronaldo ging das Spektakel nicht unberührt vorbei. Beim Betrachten der Menschenmassen und des imposanten Stadions suchte der Ballkünstler zuerst lange sichtbar bewegt nach den richtigen Worten um schließlich unter Tränen zu sagen: „Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Für mich ist ein Kindheitstraum wahr geworden". Daraufhin richtete er die Bitte an die Fans mit ihn zusammen den Fußball-Schlachtruf „Hala, Madrid" (Vorwärts, Madrid) anzustimmen - der letzte und sichere Garant für uneingeschränkte Fan-Sympathie.
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„Die Fans werden Dir alles geben. Sie werden aber auch alles von Dir verlangen," erklärte Vereinsboss Florentino Perez daraufhin dem Neuzugang, der am 26. Juli im Peace Cup im Bernabeu-Stadion das aller erste Mal im Real Madrid-Trikot antreten wird. Auf ihm lastet die Bürde hoher Ansprüche. Die spanischen Buchmacher bieten seit gestern erste Wetten an, dass Ronaldo in der kommenden Saison mindestens 20 Treffer erzielt. (sdo)