Real-Stürmer Cristiano Ronaldo sollte nach seiner Länderspielverletzung gegen Ungarn zwar ganze vier Wochen außer Gefecht bleiben, will nun aber ein früheres Comeback forcieren - um seinem Team in der Schlüsselpartie gegen den AC Mailand in der Champions League beizustehen.
Seine Mannen brauchen ihn: Und Superstar Cristiano Ronaldo (24) will die in ihn gelegten Erwartungen, die dem spanischen Hauptstadtclub Real Madrid immerhin 94 Millionen Euro wert waren, nicht enttäuschen.
Aus diesem Grund arbeitet der Portugiese mit Hochdruck daran, so schnell wie möglich auf dem Spielfeld zu stehen. Auch einen Termin hat sich der Ausnahmekicker für dieses Ziel gesetzt: Am 3.November will der amtierende 'Fußballer des Jahres' seinem Team helfen, beim AC Mailand die 2:3-Schmach vom letzten Mittwoch vergessen zu machen.
Im Gespräch mit der spanischen Sportzeitung 'Marca' gab der Ballartist zu Protokoll: "Der Knöchel tut mir nicht mehr weh. Ich denke, dass ich wieder bereit bin, zu spielen." Sein Team dürfte die Neuigkeit mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen haben, gab es während seiner Abwesenheit doch das eine oder andere Problem.
Auch bei der portugiesischen Nationalmannschaft scheint man auf Cristiano Ronaldo zu bauen, stehen doch am 14. und 18. November die beiden Play-Off-Spiele zur WM-Quali gegen Bosnien-Herzegowina an. Vor seiner Verletzung schoss der 'Königliche' seit er Manchester United den Rücken zukehrte neun Tore in sieben Partien.
Der Real-Knipser ist allerdings dermaßen gefragt, dass es schon zu ersten Scharmützeln zwischen seinem Liga-Verein und seiner Nationalelf kam. Portugals Nationaltrainer, Carlos Queiroz, äußerte sich bereits zuversichtlich: "Wir haben immerhin noch fünf Wochen Zeit bis zu den Playoff-Partien. Und absolutes Vertrauen, dass Cristiano Ronaldo vorher mit Real Madrid spielen kann." Der Physiotherapeut des Nationalteams, Antonio Gaspar, pflichtete ihm bei: "Ist doch klar, er ist dazu fähig, wenn die Genesung normal verläuft. Man spricht von drei oder vier Wochen Pause, aber das ist alles hypothetisch."
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Gar nicht gern hörte das Real-Trainer Manuel Pellegrini, der die Losung ausgab: "Wir lassen ihn erst wieder spielen, wenn er hundertprozentig fit ist." Richtig wütend hingegen war Reals Sportdirektor, Jorgé Valdano. Der kritisierte das Vorgehen des portugiesischen Fußballverbands gegen Ungarn scharf, weil Cristiano Ronaldo trotz der gravierenden Knöchelverletzung zum Einsatz kam. Über die besitzergreifenden Aussagen des portugiesischen Nationalcoachs ist Valdano nun daher doppelt verärgert, berichten spanischen Medien. (mso)