Superkicker Cristiano Ronaldo hat mit seinen Teamkollegen von Real Madrid trotz starken persönlichen Einsatzes im 'Clasico' gegen den FC Barcelona nichts auszurichten vermocht.
Rückschlag auf dem Fußball-Olymp: Star-Stürmer Cristiano Ronaldo (25) von Real Madrid war am Samstag gegen die Überlegenheit des FC Barcelona mitsamt Ballon d'Or Lionel Messi (22) machtlos.
In den ersten dreißig Spielminuten rissen die 'Königlichen' die Intitiative zwar an sich und ließen Offensivgeist erkennen, wurden dabei aber kaum torgefährlich. Direkt im Anschluss erstand das Barca-Duo Xavi/Messi dann zu neuem Leben auf. Sobald die beiden ins Spiel gefunden hatten, gab es kein Halten mehr: In der 33. Minute war es schließlich soweit: Nach Xavi-Traumpass stoppt Lionel Messi gekonnt im Strafraum mit der Brust und verwandelt zum 1:0.
Der anschließende Dauersturm von Real Madrid mit aufopferungsvollen Einsatz von Cristiano Ronaldo wendete die Partie mitnichten, sondern legte nur den Grundstein für den zweiten Treffer des FC Barcelona. Nach der Halbzeitpause stellte Pep Guardiola nämlich taktisch geschickt um, wodurch sich Xavi erneut mehr Freiraum erarbeiten konnte. Mit verheerenden Folgen für die Gastgeber: In der 56. Minute ist es Pedro, der vom Spielmacher angespielt wird, und der den Sack dann auch gnadenlos zumacht.
Die internationale Sportpresse sieht dann auch nicht in Cristiano Ronaldo einen Sündenbock. Die italienische 'Gazzetta dello Sport' würdigt seine verzweifelte Leistung wie folgt: "Er ist der einzige, der es versucht, jedoch ohne Glück. Er will die Welt zerschlagen, es gelingt ihm aber nicht, dem FC Barcelona auch nur einen Kratzer zuzufügen. In den letzten fünf Begegnungen traf er kein einziges Mal."
Lionel Messi kommt beim rosafarbenen Sportblatt aus dem Stiefelstaat hingegen eindeutig besser weg: "Ihm gelingt bei der ersten Gelegenheit sein siebtes Tor in acht Spielen gegen Real Madrid. Diese Saison steht er bei 27 Treffern in der Liga und 40 insgesamt. Die Zahlen sind nach wie vor ungeheuerlich." Argentinien-Coach Diego Maradona lobte ebenfalls den großen Hoffnungsträger seiner Nationalelf: "Diesen FC Barcelona auf diese Weise spielen zu sehen ist eine wahre Wonne."
Trotz starkem Einsatz schätzt die 'Gazzetta' dennoch die Reputation des Star-Portugiesen nach dem 'Clasico' als lädiert ein: "Cristiano Ronaldo ist aus dem Duell mit Messi mit gebrochenen Beinen hervorgegangen: Während Leo nach dem Spiel ohne Bosheit, aber mit stolzer Ehrlichkeit verkündete, dass Barca jedem gegenüber überlegen ist, schäumte der Lusitane vor Wut und forderte seine Mannen auf, den Kopf nicht hängen zu lassen."
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Im Vorfeld hatte Cristiano Ronaldo noch verlautbart: "Wir werden das Spiel im Santiago Bernabeu gewinnen und Meister werden. Ich liebe es, Cristiano Ronaldo zu sein. Ich liebe es, mich selbst zu sein. Ich halte immer den Kopf hoch, weil ich eine Siegermentalität habe und ständig versuche, mich zu verbessern." Wie von einer bösen Vorahnung heimgesucht fügte er aber hinzu: "Auch weiß ich, dass das Leben immer Querschläge bereithält." (mso)