Der Wechsel von Cristiano Ronaldo von Manchester United zu Real Madrid soll Medienberichten zufolge angeblich perfekt sein. Wie die renommierte englische Tageszeitung 'The Guardian' am vergangenen Freitag in ihrer Online-Ausgabe berichtete, soll der Portugiese im Sommer für die Rekordablösesumme von 75 Millionen Pfund (umgerechnet ca. 82 Millionen Euro) von England nach Spanien wechseln. Ronaldo selber bestreitet die Gerüchte.
Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte Real-Vorstandsmitglied Pedro Trapote gegen über der spanischen Zeitung 'El Mundo Deportivo' Interesse an Ronaldo geäußert. "Wenn Sie mich fragen, was wir jetzt vorhaben, dann sage ich Ihnen, dass wir bereits den besten Spieler für den nächsten Sommer verpflichtet haben", erklärte er in der Annahme, dass diese Information vertraulich behandelt werden würde. Auf Nachfrage, ob er auf den 24-jährigen anspiele, ergänze Trapote: "Wir haben den Besten der Besten. Es ist Cristiano, es gibt keinen anderen. Dennoch ist es besser, wenn wir für den Moment Stillschweigen bewahren."
Nereida Gallardo
Ronaldo soll die Spanier bereits im September über seine Wechselabsichten informiert haben. Unter Berufung auf gut unterrichtete Quellen berichtet der 'Guardian' nun, dass bereits alle Vertragsdetails, von der Ablöse bis zum Gehalt des Portugiesen, ausgehandelt seien. Manchester United vertritt bislang offiziell die Position, dass der Superstar vor Ablauf seines bis 2012 auslaufenden Vertrages unverkäuflich sei.
Bestätigen wollte Ronaldo den angeblich perfekten Transfer bislang nicht. Am gestrigen Montag hat er laut 'The Guardian' noch einmal bekräftigt, momentan "glücklich und beim richtigen Verein" zu sein. Im klubeigenen TV-Sender 'MUTV' bezeichnete Ronaldo diejenigen als "Lügner", die behaupten, dass er schon einen Vertrag bei Real unterschrieben habe. Dem Ausnahmekönner wird nachgesagt, er wolle die englische Premier League verlassen, da er sich dort ständig den harten Attacken der gegnerischen Abwehrspieler ausgesetzt fühle. Ronaldo selber aber bezeichnete dies jetzt als "normal", es sei immer schon so gewesen, nicht erst in dieser Saison.
Sowohl der Spieler, als auch sein Trainer Alex Ferguson scheinen von den ständigen Wechselgerüchten genervt zu sein. Ferguson bezeichnete die andauernden Spekulationen als "armselig". Insbesondere vor dem anstehenden Hinspiel im Champions League-Viertelfinale gegen den FC Porto dürfte dem Schotten die neuerliche Unruhe nicht sonderlich gefallen. Dabei läuft es sportlich gerade sowohl für den Club, als auch für seinen Superstar hervorragend. In der Champions League hat ManU beste Chancen, gegen Porto ins Halbfinale einzuziehen, wo dann der FC Arsenal oder der FC Villareal warten würde. In der Liga führen die "Red Devils" die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung und einem absolvierten Spiel weniger vor dem FC Liverpool an.
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An der Zurückeroberung der Tabellenspitze, die dem Team von Trainer Ferguson am Samstag zwischenzeitlich vom FC Liverpool abgenommen worden war, hatte Cristiano Ronaldo übrigens einen großen Anteil: Beim äußerst glücklichen 3:2-Sieg gegen Aston Villa erzielte der Portugiese den Führungstreffer zum 1:0 in der 14., sowie den 2:2-Ausgleich in der 80. Minute und damit seine Saisontore Nummer 19 und 20. Den Siegtreffer erzielte in der dritten Minute der Nachspielzeit das erst 17-jährige Talent Federico Macheda. (stk)