Ohne Manchester United und mit dem FC Bayern München im Halbfinale der Champions League ist Europa heute Morgen aufgewacht. Vor allem Superstar Arjen Robben wird allenthalben auf dem Alten Kontinent uneingeschränkt gewürdigt.
Er ist der neue Shootingstar am Fußball-Olymp: Flügelflitzer Arjen Robben (26) vom FC Bayern München hat mit seinem Tor gegen Manchester United am gestrigen Mittwochabend europaweit in der Presse großes Lob eingefahren.
Nachdem ManU-Boss Alex Ferguson hinterlistig den wahren Gesundheitszustand von Wayne Rooney verheimlicht hatte, und den Briten-Bomber dann doch in der Startformation aufstellte, hatte sich die englische Elf in 41 Minuten einen uneinholbar wirkenden Vorsprung von drei Toren verschafft. Einem Geistesblitz von Ivica Olic und vor allem dem kaltblütigen Treffer des Niederländers sei dank schaffte es der deutsche Rekordmeister dann aber dennoch, den Favoriten fürs Weiterkommen vom Sockel zu stoßen und das Halbfinal-Ticket gegen Olympique Lyon zu erobern.
Ganz besonders verzaubert von Arjen Robben und seinem Treffer in der 73. Minute ist die Mailänder 'Gazzetta dello Sport', die von einem "phantastischen Tor" und "magischem Robben" spricht. Im Wortlaut schildert sie dann die entscheidende Spielminute wie folgt: "Ribery stößt erneut von der Ecke ab, woraufhin Robben sich den Ball aus der Luft angelt und seinen Nationalmannschaftskameraden Van der Sar schlägt. Es ist eine weitere Zauberei des Holländers in dieser Champions-League-Saison."
Die individuelle Leistung des Spielers kommentiert das rosafarbene Sportblatt dann zwar etwas strenger, aber letztlich doch sehr positiv: "Er brauchte zwar eine Ewigkeit, bis er die Handbremse rausnahm, dann schlüpfte er aber Evra aus dem Netz und schockiert das Old Trafford mit einem herausragenden Linksschuss, der den Unterschied macht."
Auch die Römer Tageszeitung 'Corriere dello Sport' ist hin und weg vom meisterlichen Streich des Arjen Robben: "In der zweiten Halbzeit haben die Deutschen, wie es in ihrer Natur liegt, weiter ohne Rückischt aufVerluste drauflosgestürmt. Dann fand Robben, der schon den AS Florenz bestraft hatte, die Glanzlösung eines Schusses vom Strafraumrand aus, und beeindruckte damit alle: Der Ball ging ins Eck, Van der Sar war geschlagen, es stand 3:2, und jenesTeam musste sich aus der Champions League verabschieden, das in den vergangenen vier Jahren immer im Halbfinale mit dabei war." Tuttosport aus Turin schrieb gingegen lapidar: "Robben, was für ein Tor! ManU raus!"
Auch die französische Zeitung 'L'Equipe' findet jedoch deutliche Worte: "Die teuflischen Bayern. Robben hat die beste Antwort für Fergusons 'Schweinerei' mit Rooney gegeben." 'Marca' aus Madrid ergänzt: "Ein Traumtor von Robben ebnet den Bayern den Weg zum Weiterkommen und verschafft süße Revanche für 1999." Auch der Londoner 'Guardian' muss mit trauernder Ehrfurcht feststellen: "Ein Volley von Arjen Robben lässt Bayern München an Manchester United vorbeiziehen."
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Auch rein psychologisch hat der FC Bayern München am gestrigen Mittwochabend also einiges hinzugewonnen: Das Team um Arjen Robben dürfte ab sofort, und nicht zuletzt bei Olympique Lyon, als Angstgegner gelten. Ein Vorteil, den es mit Bedacht auszuschlachten gilt. (mso)
Robert (08.04.2010 13:26)Klasse
Einfach genial :)