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RTL-Dschungelcamp: Ingrid van Bergen mobbt sich zum Sieg

26.01.2009TROPISCHES TREIBEN ZU ENDE

RTL-Dschungelcamp: Ingrid van Bergen mobbt sich zum Sieg

„Wenn wir jetzt die Zweitplatzierte rausholen, kann sich selbst Nico ausrechnen, wer Dschungelkönigin ist“, machte sich Moderator Dirk Bach über die mangelhaften Rechenkünste des Drittplatzierten lustig, der bei einer der letzten Dschungelprüfungen an Rechenaufgaben wie 11 mal 11 minus 7 gescheitert war. Das 31-jährige Mämmermodel musste am letzten Tag der RTL-Dschungelsendung 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus'-Überraschungssiegerin Ingrid van Bergen den Vortritt lassen.

Die 77-Jährige fühlt sich auf ihrem neuen Thron im Urwald sichtlich wohl: Eine Blumenkrone ziert von nun an das Haupt der Dschungeloma. Moderatorin Sonja Zietlow belegte die Schauspielerin am Samstagabend mit dieser Ehre und kürte die hartgesottene Ingrid van Bergen mit dem Flora-Geflecht zur neuen Dschungel-Monarchin. „Wir Alten lassen uns nicht unterkriegen", posaunte die Urwald-Königin mit gewohntem Selbstbewusstsein von ihrem Holzstuhl alias Thron heraus. Sichtlich zufrieden teilte die Camp-Älteste ihren Fans mit: „Es geht mir wunderbar. Ich habe gedacht, das Publikum wird es schon machen - und das Publikum hat es richtig gemacht."

Am Ende der zwei Wochen dauernden RTL-Sendung setzte sich die Überraschungssiegerin im Finale gegen Model Nico Schwanz und die 52 Jahre jüngere Transsexuelle Lorielle London durch. In ihrer letzten Prüfung zeigte van Bergen noch einmal, was so alles in ihr steckt. Lebende Maden und Heuschrecken, aufgespießte Skorpione, Krokodilsaugen und nicht einmal Känguruhoden konnten die überzeugte Vegetarierin auf ihrem Endspurt nicht aufhalten. Rund 7 Millionen Menschen verfolgten gespannt mit, wie die TV-Schauspielerin die dargebotenen Eckel-Gerichte unbeeindruckt hinunterschluckte. „Gar nicht mal so schlecht", zeigte sich die Siegerin hart.

Beeindruckt von derartiger Abgeklärtheit gaben ganze 58,57 Prozent der TV-Zuschauer am Samstag ihre Stimmen für Königin Ingrid I. ab. Die trat damit in die Fußstapfen ehemaliger Dschungelsieger wie Sänger Costa Cordalis (64), Schauspielerin Desirée Nick (52) sowie Ex-Bro`Sis-Sänger Ross Antony (34) aus den ersten drei Staffeln. Insgesamt waren zehn Kandidaten und Kandidatinnen zur vierten Dschungelherausforderung angetreten. Nachdem Guilia Siegel das Camp offiziell wegen Rückenschmerzen verlassen hatte, waren es nur noch drei in der kuscheligen Urwaldrunde. Böse Zungen behaupten, die als Zicke verrufene 34-Jährige habe sich vor einem drohenden Rausschmiss durch die TV-Zuschauer in Sicherheit bringen wollen und deswegen selbst aufgegeben.

Entgegen aller Erwartungen musste dann der hübsche Jüngling und gelernte Friseur Nico Schwanz als erster der drei im Finale verbliebenen Kandidaten das urige Zeltlager im australischen Busch verlassen. Danach folgte auch schon Lorielle, früher als Lorenzo bei „Deutschland sucht den Superstar" bekannt. Und das, obwohl sie sich doch so viel Mühe gegeben hatte und in ihrem eigens gebastelten Bikini aus Urwaldutensilien vor den Zuschauern posiert hatte. RTL-Moderatorin Sonja Zietlow witzelte: „Vor zwei Wochen hatte Lorielle noch Angst vor Regenwürmern, jetzt mussten wir die Schlange aus dem Camp retten, bevor sie daraus einen Bikini bastelt."

Letzten Endes konnte die bisweilen etwas sarkastisch angehauchte Camp-Diva Ingrid van Bergen die Zuschauer überzeugen. Es bleibt zu spekulieren, ob die Dschungel-„Mutter", welche Rolle van Bergen nach eigenen Angaben niemals spielen wollte, mit ihren gutgemeinten Ratschlägen die Herzen der Zuschauer gewonnen hat. „Giulia Siegel bedarf dringend Hilfe", wird die 77-Jährige vom Sender RTL zitiert. „Sie zeigt ein Verhalten, das nicht so einfach zu erklären ist. Das müsste mal jemand therapieren und analysieren." Richtig nett, die fürsorgliche Mutter der heiteren Dschungelrunde.

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Um nach der fünfjährigen Haft wegen Totschlags an ihrem Lebensgefährten Klaus Knahts im Februar 1977 über die Runden zu kommen, synchronisierte van Bergen 17 Jahre lang Pornofilme: „Das war höchst amüsant. Davon konnte ich meine Rechnungen zahlen." Nun hofft die neue Dschungel-Queen, die in den 50er- und 60er-Jahren unter anderem neben Heinz Rühmann auf der Leinwand zu sehen war, anderweitige Werbe- und TV-Angebote zu erhalten. Am liebsten würde sie für RTL eine Show moderieren, teilte van Bergen in einem Interview mit ‚stern.de‘ mit. Denn das würde eben ihrer Art entsprechen, Komikerin zu sein und Leute zu unterhalten. (sk)

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