Dieter Bohlen – das ist der Mann mit dem Perlweiß-Lächeln und einem flotten Spruch auf den Lippen. In der Talentshow DSDS wird er für seine gnadenlose Kritik gefürchtet. Genau das macht ihn derzeit zur Zielscheibe der Kommission für Jugendmedienschutz. Kein Grund zu verstummen. In der Johannes B. Kerner am gestrigen Dienstagabend lästerte der DSDS-Juror kräftig über den Mann seiner Ex-Frau Verena Pooth und sorgte sogar für eine sportliche Show-Einlage.
Wie würde sich Dieter Bohlen in der Rolle des Modeschöpfers Karl Lagerfeld machen? Wir wollen es gar nicht wissen und er selbst auch nicht. In Sachen Berufsverfehlung konnte sich der 53-Jährige das ein oder andere kritische Wörtchen gegenüber Franjo Pooth nicht verkneifen. Der Ehemann seiner Ex-Frau Verena Pooth musste mit seiner Firma Maxfiel vor kurzem Insolvenz anmelden.
„Wenn Franjo mich gefragt hätte, soll ich MP§-Player verkaufen, dann hätte ich ihm gesagt: 'Ey Alter, lass das!'", sagte Bohlen in der Kerner-Show. „Der Markt ist viel zu schwierig für einen kleinen Jungen, der keine Ahnung hat. Mensch der hat kein BWL studiert, der kennt sich mit MP3-Playern nicht aus." Der Pop-Titan muss es wissen, schließlich hat er ein BWL-Studium erfolgreich abgeschlossen. Weiter sagte er: „Das ist genauso, als wenn ich morgen sage: 'Ich mach jetzt Dieter Lagerfeld!' (...) Die Leute muten sich echt zu viel zu..."
Mitleid hatte er nur für seine Ex-Gattin Verena Pooth. „Wenn sie mal 'ne Suppe braucht im Winter, ich bin immer da", sagte Bohlen großzügig. Schnell erweiterte er sein Angebot für all seine Verflossenen samt Familie. Kein Blatt vor den Mund nahm er auch bei den Bewerbern der Casting Show „Deutschland sucht den Superstar. Der Selbstvermarkter war in die Kritik geraten, nachdem ein 17-jähriger Bewerber in der RTL-Show kollabierte. „Was man nicht klar sehen konnte, der Mann war ein Simulant", so Bohlen. Dieser wollte mit allen Mitteln die nächste Rund erreichen. „Aber ich lass mich nicht erpressen."
Schließlich wolle der DSDS-Juror den untalentierten Castingteilnehmern nicht schaden, sondern helfen. „Ich bin das Cortison des Musikbusiness. Ich nehme denen sofort die Schwellung, befrei' sie vom Übel, dann sind sie wieder gesund", erklärte Bohlen. Zudem läge ihm viel am Schutz seiner junger Mitbürger. Er selbst zeigte sich bei Kerner als sorgenvoller Familienvater. „Meine größte Aufgabe ist es, meinen Kindern ein Wertesystem zu vermitteln."
Bevor es aber soweit ist, vergnügte sich der Musiker mit der Unterhaltung der Zuschauer. Dabei bewies er eine eher ungewohnte sportliche Seite an sich. Nachdem der 53-Jährige prahlte, täglich 120 Liegestütze zu machen, stand er kurzum auf und legt sich aufs Parkett. Bei Nummer 50 ging ihm jedoch bereits die Luft aus. (sw)