Ihr Traum vom Topmodel ist geplatzt. Seit letzten Dienstag ist Tessa Bergmeier offiziell bei ‚Germany’s next Topmodel’ ausgeschieden. Dennoch wirkt die Ex-Kandidatin befreit und fröhlich. Die 19-jährige kann jetzt, dank ihrem Rauswurf, ungeniert aus dem Nähkästchen plaudern und ihre Meinung zu der beliebten Sendung kundtun, wie jüngst in ihren Interviews zu bestaunen.
Ihre laut Jury „undisziplinierte, wütende, unkontrollierte, launisch und aggressive Art", sorgte letztendlich für den Rausschmiss. Als trotziges Dankeschön für die Kritik von Star-Juror Peyman Amin streckte sie bei einem ihrer letzten Shootings den Mittelfinger in Richtung Kamera - und kam als Konsequenz davon nicht mehr weiter in die nächste Folge der Show.
Gina Lisa Lohfink
Die Schwäbin daraufhin gegenüber der Jugendzeitschrift ‚Bravo': „Ich bin entzückt darüber. Ich hätte psychisch und körperlich sowieso nicht mehr durchgehalten." Und da sie jetzt nicht mehr teilnimmt, nutzt die Schulabbrecherin jede Gelegenheit, um ihre Meinung zur Jury kundzutun. „In dieser Show wird vergessen, dass man ein Mensch ist". Einen Schritt weiter geht sie auch noch, und fällte über das Gesamtformat ein gnadenloses Urteil: „Sendungen wie ‚Germany's next Topmodel' verdrehen leider die Realität. Ich würde das Modeln niemandem empfehlen."
Trotz ihrer harschen Worte bleibt Tessa dennoch medienpräsent. Denn der Teilnahme an der Modelsuche verdankt sie es, dass die Skandalnudel heute in der deutschen Boulevardpressen-Landschaft prominent vertreten ist. Das Wiederauftauchen alter Aufnahmen für das Herrenmagazin 'FHM' allenthalben belegen dies. Tessa ist mehr ‚in' denn je und das, obwohl sie bereits seit Januar, damals wurde die fünfte Folge in den USA gedreht, nicht mehr dabei ist.
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Zwischenzeitlich geht die Sendung in Las Vegas weiter. Heute Abend müssen die verbliebenen Kandidatinnen an einem Hochzeits-Shooting teilnehmen. Die dabei von Starphotograph Philippe Kerlo abgelichteten, 15.000 Euro teuren handgefertigten Kleider kommen von einem Designer aus Dubai. „Ich fühle mich wie eine Prinzessin", so Nachwuchsmodel Sara Nuru. Heidi Klum dämpft hingegen die allgemein herrschende Euphorie. Die Schwierigkeit sei, es interessant aussehen zu lassen.
Die Mutprobe der aktuellen Folge ist der verrückten Glücksspielmetropole angemessen. Die Mädchen müssen ihre erste eigene Show organisieren. Das beinhaltet neben dem obligatorischen Haare-Stylen, Make-up Auftragen und Outfits Ausprobieren auch das Spielen mit der Choreographie, damit im stadtgrössten Shopping-Center alles glatt läuft. (sdo)
Sarah (20.03.2009 12:10)Mal halblang
Die persönliche Meinung des Vorgängers in alle Ehren; aber der Artikel ist genauso gut, wie alle anderen zu dem Thema. Das es nicht für den Pulitzer-Preis reicht versteht sich von selbst. Doch er deckt den allgemein grassierenden Bedarf nach 'Doof-Shows-Einblicken'. Und die dazu passenden Artikel speisen sich nun mal alle aus demselben Strom.