In der elften Folge von 'Germany’s next Topmodel' ging es aufgabentechnisch turbulent zu. Mussten die verbliebenen acht Kandidatinen erst glamouröse Diven darstellen, sollten sie danach zu einem Shoot der anderen Art, bei dem sie auf die allgemeine Definition von hässlich reduziert worden sind. Schließlich hatten sie noch die Aufgabe sich mit sich selbst zu konfrontieren, bis am Ende die Jury um Starmodel Karolina Kurkova verkündetet wer in dieser Folge ausscheidet.
Den Startschuss zu den Challenges lieferte die Aussage, die Mädchen dürften alles sein, nur nicht sie selbst. Und so verwandelten sich Marie, Larissa und Co. in die Ikonen der Vergangenheit Brigitte Bardot, Bettie Page, Sophia Loren oder Marilyn Monroe. Gastfotograf Kristian Schuller warnt die Kandidatinnen: „Eine Stilikone vor der Kamera darzustellen ist zehnmal schwerer als einfach ein tolles Kleid zu präsentieren." Und weist sie daraufhin, dass das Model dabei „mehrere Dinge gleichzeitig koordinieren" muss.
Daran scheitert die blonde Sarina, die Marilyn verkörpert. „Ich habe große Ähnlichkeit mit Marilyn, bis auf die Zahnlücke". So so. Problematisch allerdings, dass sie nicht nur mit ihren hochhackigen Stilettos im Gitter vor der obligatorischen Windmaschine hängen bleibt, sondern sich außerdem auch noch unbeholfen anstellt als es darum geht, dass flatternde Kleid im Schritt festzuhalten. Dazu Heidi Klums Kommentar: „Du siehst aus, als würdest du auf den Pott gehen." Die Favoritin auf den Topmodel-Titel Marie verkörperte das Pin-Up-Girl Bettie Paige, das in den 60er-Jahren den Männern reihenweise den Kopf verdrehte und sah ihr dabei so ähnlich wie Paul Potts Brad Pitt. Als die Filmdiva Sophia Loren anstand frischte die Model-Mama persönlich unser Gedächtnis auf: „Die war so heiß, die Frau. Die ist immer noch heiß." Das einzige was diese qualifizierte Fachmeinung noch übertraf, falls dies überhaupt möglich ist, war der Fotograf, der La Loren als „Sinnbild der italienischen Sexbombe" betitelte.
Als nächstes mussten die Topmodels in die Maske wo sie mithilfe von Überbissen, Warzen, Pickeln und Co. versehen wurden um so verunstaltet vor die erheiterte Jury zu treten - und im anschließend durchgeführten Interview durch ein imaginäres Casting mussten. Dabei sollten sie zu ihrem hässlichen Erscheinungsbild stehen. Siegerin dieser Challenge war Sarina die als Belohnung knapp eine Stunde mit ihren Verwandten über eine Videoschaltung nach Deutschland telefonieren durfte. Sara überzeugte auch. Ihr Aussehen war es, das Rolf Scheider zu der Meinung beflügelte, mit ihren Zähnen könne man einen Garten rechen. Damit zahlte sich dann auch seine penetrante Suche nach einem Lacher endlich aus.
Der Juror ist letzte Folge dann auch der Hobby-Seelenklempner vom Dienst. Die verbliebenen acht sollen sich vor einem Spiegel stellen und ihrem Spiegelbild auf gestellte Fragen ehrliche Antworten geben. Jede Kandidatin fängt bei dem Seelenstriptease vor und für ein Millionenpublikum an zu weinen - jede außer der Gewinnerin von „Austria's next Topmodel" Larissa. Maria gesteht, sie mache bei der Show mit um allen zu beweisen, dass sie mehr sein, als nur das Kind ihrer Eltern und etwas eigenes auf die Beine stellen könne. Marie rührt zu Tränen mit der Aussage in ihrem Leben einmal sehr enttäuscht worden zu sein und es nun allen Leuten recht machen zu wollen, um ihrerseits nicht auch noch selber zu enttäuschen.
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Zur entscheidenden Eliminierung müssen die verbliebenen Kontrahentinnen unter den Augen von Topmodel Karolina Kurkova mit nur einem Schuh über den Catwalk schweben. Alle bis auf die junge Österreicherin, die auf der ersten Stufe stolpert, liefern eine solide Leistung ab. Und so hat Heidi am Ende kein Photo für sie - das Symbol für das Weiterkommen in die nächste Runde. Die 16-jährige nimmt es hin, auch diesmal von Tränen keine Spur. Liegt wahrscheinlich daran, dass die Blondine die ständigen Mobbing-Attacken der anderen nicht unbedingt vermissen wird. Und so geht es für die letzten sieben nächste Woche nach Hawaii.