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'DSDS’: Dieter-Bohlen-Liebling Mark Medlock gewinnt die vierte Staffel

08.01.2010KANDIDAT EMPÖRT

DSDS: Pipi-Spruch von Dieter Bohlen im nachhinein verschärft

Castingshow-Jurur Dieter Bohlen steht nach dem erfolgreichen Start der diesjährigen DSDS-Staffel im Mittelpunkt eines angeblichen Schummel-Skandals.

So schlagfertig ist er gar nicht: Pop-Titan Dieter Bohlen (55) kontert bei DSDS auf die Gesangseinlagen nur deswegen so salopp, weil die richtigen Sprüchen erst im nachhinein hineinsynchronisiert werden.

Die Sache flog auf, nachdem der Vaterr eines DSDS-Kandidaten eine Klage angekündigt hat. Gegenüber der 'Bild'-Zeitung bestätigte RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer: "Das 'DSDS'-Rohmaterial wird bearbeitet." Juristisch sei daher alles sauber: "Über diese Möglichkeit sind die Kandidaten durch die Teilnehmervereinbarung informiert."

Auch wenn die Form des Spruches sich ändere, bleibe die Substanz der Tiraden erhalten: "Inhaltlich - was Dieter Bohlens Aussage zum gesang betrifft - werden die Sprüche nicht verändert. Heißt, ein schlechter Sänger bekommt keinen guten Spruch zugeteilt, oder umgekehrt."

Den Vorwurf der Schummelei weist Eickmeyer daher auch von sich: "Nachher aufgezeichnet wird nichts, die Sprüche kommen immer spontan von Dieter Bohlen."

Getobt hatte am gestrigen Donnerstag Udo Finette (38), Vater von Show-Teilnehmer Marcel Finette (18). Der hatte nämlich bei seinem Auftritt einen nassen Fleck auf der Hose gehabt, woraufhin Bohlen in der Sendung textete: "Lieber Cholera auf dem Pippimann als deine Stimme."

Der Tätowierer war selbst im Studio anwesend, und erinnert sich an einen anderen Spruch: "Der hat gesagt: 'Bleib lieber in deiner Firma.'" Daraus schlußfolgerte Finette: "Der Satz ist während Marcels Auftritt gar nicht gefallen. Die haben Bohlens Sprüche erst später aufgenommen und ausgetauscht, um meinen Sohn richtig lächerlich zu machen."

Eickmeyer leugnete das nun, und stellte klar: "Dieser Spruch fiel gegenüber einem anderen Kandidaten. Da der Spruch aber gut das Urteil der Jury über Marcel Finette und die Umstände seines Auftritts beschreibt, wurde er verwendet. Das passiert in Einzelfällen."

Gestern noch wollte Finette die Sache jedoch nicht augf sich sitzen lassen. Gegenüber 'Bild' kündigte er an: "Am Freitag bin ich beim Anwalt und dann klage ich gegen Bohlen und RTL. Ich setzte Himmel und Hölle in Bewegung." Empört will sich auch sein Sohn zur Wehr setzen: "Das ist alles gar nicht so gewesen. Das bei DSDS ist alles Betrug!"

Am Mittwochabend hatte Dieter Bohlen zum Auftakt der neuen Staffel von 'Deutschland sucht den Superstar' den Kandidaten darüber hinaus noch so gescholten: "Wir hatten schon viel. Aber dass sich jemand in die Hose pinkelt, noch nicht."

Seinen Vorsatz hatte Dieter Bohlen im Vorfeld der Show wie üblich vollmundig so formuliert: "Ich bleibe auch diesmal der härteste Juror der Welt." Kein Wunder also, dass ein weiterer Kandidat, nämlich Adam Piecha (24) aus Hessen, direkt nach seiner Showeinlage in Ohnmacht fiel.

Musikgeschäft-Veteran Dieter Bohlen zückte da nur müde mit den Schultern und den Unschuldsengel mimen: "Diesmal war ich nicht schuld! Ich habe ihn ja gelobt."

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Vor DSDS-Start hatte Bohlen bereits klargestellt, auch diesmal keinen Maulkorb tragen zu wollen: "Ich sage weiterhin das, was ich will. Das Einzige, was vielleicht sein kann, ist, dass mal ein Spruch rausgeschnitten wird." Trotz eines Bußgeldes in Höhe von 100.000 Euro, das letztes Jahr gegen 'DSDS' verhängt wurde. Die Quote jedenfalls gibt ihm Recht - über 7,67 Millionen sahen den DSDS-Auftakt.

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