Seit Samstag hat Deutschland eine neuen Superstar - jedenfalls wenn es nach RTL geht. Im Finale der Gesangs-Show sang sich der 22-jährige Daniel Schuhmacher mit knappen 50,47 Prozent in seinen neuen Lebensabschnitt als Teenie-Idol. Dass ein Popsänger es aber nicht so leicht hat wie die Meisten denken beweist ein Blick auf seinen Terminkalender.
Wie die „Bild" berichtete, gestaltete sich der Start in das neue Leben anstrengend. Rekapitulation eines Tages: Es ist Montag Morgen. Kurz vor halb fünf klingelt der Wecker und reißt den 22-jährigen aus seinen Träumen. Um sechs ist er, zusammen mit Manager Volker Neumüller, Gast in den Morgensendungen „Punkt 6" und „Punkt 9" und muss dafür herausgeputzt werden. Was er da machen muss? Erzählen. Über seinen Sieg, den Emotionen, die Zukunft. Nicht zu unterschätzen.
Nach einem kleinen Frühstück geht es zum Flughafen Köln-Bonn. Der Flieger, der um 11.55 Uhr Ortszeit abfliegt, bringt die zwei nach Mallorca, wo am Dienstag den ganzen Tag über das Video zu der neuen Single „Anything but love" auf dem Plan steht. Nicht ohne ist auch die zweite erschwerende Erneuerung in seinem Leben, die ihn am Airport erwartet: Fans. Besondere Kennzeichen: Sie sind überall - und alle wollen befriedigt werden. Also werden eifrig Autogramme geschrieben und Photos gemacht.
Im Flugzeug geht das Interviewen weiter. Kameras dokumentieren den aufgeregten Blonden auf dem Weg in die Sonne. Für den Beobachter scheint sich alles zu wiederholen: erst nach Worten suchend erzählen was nun in ihm vorgeht, dann nach der Landung anderen Fans ihren größten Wunsch erfüllen und für sie seinen Namen signieren. So ein Popstar-Dasein steckt doch voller Abwechslung.
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Nach der Ankunft im Luxus-Hotel wird eine Besprechung einberaumt. Zweck: Koordination des anstehenden Videoclips. Eine Stunde später ist es halb sechs und der Industriekaufmann gönnt sich „eine kleine Spritztour im Cabrio". Wahrscheinlich ist die Karosse ein angemessener Ort um sich die Zahl 100.000 vorzustellen. Soviel Euro erhält er für seine erste Single.
Dann kommt es zum Tages-Highlight. Es ist halb Acht als ihm seine Haare für den morgigen Dreh geschnitten werden. Hilft auch nichts, dass man Superstar ist: Was (und Wer) nicht schön genug ist, wird schön genug gemacht. Niemand hat gesagt, dass es leicht werden würde. Anderthalb Stunden später hat er auf seinem Zimmer schließlich Zeit um mit der zweitplatzierten Sarah zu telefonieren und mit seinen Freunden zu chatten.
Dann ist er geschafft: der erste amtliche Tag als Superstar und der Superstar selber. Fassen wir zusammen. Die Auftakt in seinen, neuen anstrengenden Beruf war geprägt von Interviews, Autogrammen, Fans beglücken, Verreisen. In der Tat: Ein hartes Los. (sdo)