Dieter Bohlen auf der Jagd nach der 'Rampensau'. Gestern abend haben Jury und Publikum der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) jene zehn der verbliebenen 15 Kandidaten ausgewählt, die bei den kommenden „Mottoshows“ der Sendung ihr Talent und ihre Starqualitäten unter Beweis stellen wollen. Fünf der ursprünglich 30.000 Bewerber mussten indessen den Heimweg antreten.
Dieter Bohlen und seine Mitjuroren Anja Lukaseder und Andreas „Bär" Lasker verteilten in dieser Runde erstmals Schulnoten für die Kandidaten. Die Bestnote eins gab es nur ein einziges Mal: Für den seit zwei Jahren arbeitslosen Technischen Zeichner Thomas Godoj, der „Chasing Cars" von Snow Patrol vortrug. Dieter Bohlen lobte in extrem selten gehörten höchsten Tönen: „Respekt! Besser geht es nicht". Zur Erteilung der „glatten eins mit Sternchen" erhob sich Bohlen sogar von seinem Stuhl. Bestnoten braucht Godoj auch, schließlich sieht der 30-Jährige in der Castingshow seine letzte Chance auf eine richtige Karriere.
Fünf der zehn glücklichen Finalisten wählte das Publikum per Zuschauervotum aus, die anderen fünf bestimmte die Jury. Die war jedoch mit der Wahl der Zuschauer sehr zufrieden: „Wir hätten auch nicht anders entschieden", hieß es. Eine Sondershow verkündete um Mitternacht die getroffene Wahl. Außer Thomas Godoj favorisierte das Publikum Monika Ivkic, Linda Teodosiu, Fady Maalouf und Sahra Drone. Jermaine Alford, Stella Salato, Rania Zeriri, Collins Owusu und Benjamin Herd ernteten hingegen die Gunst der Jury. Am kommenden Samstag dürfen die 10 DSDS-Finalisten dann in der ersten Mottoshow „aktuelle Hits" trällern.
Natürlich bedachte Bohlen in seinen Augen weniger talentierte Kandidaten auch in dieser Sendung wieder mit einigen seiner gewohnt bissigen Kommentare. Im Vergleich zu den Sendungen, die die Castings zeigen, bei denen wohl bewusst schwache Kandidaten der Jury zum Fraß vorgeworfen worden waren, fielen Bohlens Urteile diesmal jedoch eher harmlos aus.
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Für Juna, die „Come On Over (All I Want Is You)" von Christina Aguilera präsentierte, sei der Song „nicht eine, nicht zwei, sondern zehn Nummern zu groß" gewesen, urteilte Bohlen. Die Kandidatin habe sich mit einem unerreichbaren Vorbild messen wollen. Setzen, Fünf. Weil es bei DSDS eine Sechs nicht gibt. (rkr)