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DSDS und Dieter Bohlen bescheren RTL 100.000 Euro Strafe

11.01.2010NACH 'PIPI-SKANDAL'

DSDS: Dieter Bohlen leugnet Schummelei

Pop-Titan Dieter Bohlen findet die eigene Mimik scheinbar so furchtbar, dass er morgens vor dem Spiegel deswegen immer wieder erschrickt.

Böses Erwachen: Castingshow-Juror Dieter Bohlen jagt sich jeden Morgen selber einen Schrecken ein.

Schuld daran ist die ausgefeilte Gesichtsmimik des ehemaligen 'Modern Talking'-Stars, die ihn morgens noch vor der ersten Tasse Kaffee unverschämt angrinst. Im Gespräch mit der 'Bild'-Zeitung verriet das TV-Gesicht aus Tötensen: "Ich gucke immer so doof. Ich erschreck mich morgens im Spiegel auch immer."

Vergangene Woche war der Erfolgsproduzent öffentlich unter Beschuss geraten, weil seine Sprüche bei 'DSDS' offenbar teilweise an anderer Stelle, und gegenüber unterschiedlichen Kandidaten hineingeschnitten werden, als er sie ursprünglich sagte. Im Interview schmetterte Dieter Bohlen nun jeglichen Schummel-Vorwurf ab - und begründete die Schnitte mit dem Schutz der DSDS-Teilnehmer: "RTL muss manchmal von mir Sprüche wegschneiden. Manchmal sage ich einfach Sachen, die denen zu hart sind. Selbst ein Pop-Titan darf nicht raushauen, was er will."

Vielmehr stecke hinter der Polemik die Enttäuschung ausgeschiedener Fast-Superstars: "Immer sind die Kandidaten sauer, wenn sie nicht weiterkommen. Für die, die ausscheiden, bin ich verantwortlich für die Schweinegrippe, die Pest und alle anderen schlimmen Sachen auf dieser schönen Welt."

Auch wies Bohlen Gerüchte von sich, Gag-Schreiber würden seine Sprüche für ihn vorbereiten: "Nein, definitiv nicht. Ich bin, wie ich bin. Ich glaube in so was wie mich kann sich keiner hineinversetzen, da würde er sich erschrecken und wegrennen. Meine Sprache ist meine und man würde sofort merken, das ist nicht unser Dieter den wir doch alle so lieben."

Vergangene Woche war berkannt geworden, dass bei DSDS auf die Gesangseinlagen die richtigen Sprüche manchmal erst im nachhinein hineinsynchronisiert werden.

Die Sache flog auf, nachdem der Vaterr eines DSDS-Kandidaten eine Klage angekündigt hat. Gegenüber der 'Bild'-Zeitung bestätigte RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer: "Das 'DSDS'-Rohmaterial wird bearbeitet." Juristisch sei daher alles sauber: "Über diese Möglichkeit sind die Kandidaten durch die Teilnehmervereinbarung informiert."

Auch wenn die Form des Spruches sich ändere, bleibe die Substanz der Tiraden erhalten: "Inhaltlich - was Dieter Bohlens Aussage zum gesang betrifft - werden die Sprüche nicht verändert. Heißt, ein schlechter Sänger bekommt keinen guten Spruch zugeteilt, oder umgekehrt."

Den Vorwurf der Schummelei weist Eickmeyer daher auch von sich: "Nachher aufgezeichnet wird nichts, die Sprüche kommen immer spontan von Dieter Bohlen."

Getobt hatte am gestrigen Donnerstag Udo Finette (38), Vater von Show-Teilnehmer Marcel Finette (18). Der hatte nämlich bei seinem Auftritt einen nassen Fleck auf der Hose gehabt, woraufhin Bohlen in der Sendung textete: "Lieber Cholera auf dem Pippimann als deine Stimme."

Der Tätowierer war selbst im Studio anwesend, und erinnert sich an einen anderen Spruch: "Der hat gesagt: 'Bleib lieber in deiner Firma.'" Daraus schlußfolgerte Finette: "Der Satz ist während Marcels Auftritt gar nicht gefallen. Die haben Bohlens Sprüche erst später aufgenommen und ausgetauscht, um meinen Sohn richtig lächerlich zu machen."

Eickmeyer leugnete das nun, und stellte klar: "Dieser Spruch fiel gegenüber einem anderen Kandidaten. Da der Spruch aber gut das Urteil der Jury über Marcel Finette und die Umstände seines Auftritts beschreibt, wurde er verwendet. Das passiert in Einzelfällen."

Gestern noch wollte Finette die Sache jedoch nicht augf sich sitzen lassen. Gegenüber 'Bild' kündigte er an: "Am Freitag bin ich beim Anwalt und dann klage ich gegen Bohlen und RTL. Ich setzte Himmel und Hölle in Bewegung." Empört will sich auch sein Sohn zur Wehr setzen: "Das ist alles gar nicht so gewesen. Das bei DSDS ist alles Betrug!"

Am Mittwochabend hatte Dieter Bohlen zum Auftakt der neuen Staffel von 'Deutschland sucht den Superstar' den Kandidaten darüber hinaus noch so gescholten: "Wir hatten schon viel. Aber dass sich jemand in die Hose pinkelt, noch nicht."

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Seinen Vorsatz hatte Dieter Bohlen im Vorfeld der Show wie üblich vollmundig so formuliert: "Ich bleibe auch diesmal der härteste Juror der Welt." Kein Wunder also, dass ein weiterer Kandidat, nämlich Adam Piecha (24) aus Hessen, direkt nach seiner Showeinlage in Ohnmacht fiel.

Musikgeschäft-Veteran Dieter Bohlen zückte da nur müde mit den Schultern und den Unschuldsengel mimen: "Diesmal war ich nicht schuld! Ich habe ihn ja gelobt."

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