Die DSDS-Mottoshow am vergangenen Samstag brachte nicht die erwünschten Quote, im Gegenteil. Ein 'Rekordtief' von weniger als fünf Millionen Zuschauer schaltete die Castings-Show ein. Dabei hatte RTL schwere Geschütze aufgefahren, und Soul-Diva Mariah Carey einfliegen lassen. Deren Semi-Playback Auftritt enttäuschte allerdings auf ganzer Linie. Außerdem stellte Segelohren-Kandidat 'Supermario'-Teusch in der Show seine neue Single vor. Das könnte der Grund sein, der viele DSDS-Fans den Aus-Knopf drücken ließ.
Mariah Carey gilt als die erfolgreichste Pop-Sängerin aller Zeiten - und als die zickigste zugleich. Bei ihrem Besuch bei DSDS scheint die Sängerin ihre Allüren jedoch im Zaum gehalten zu haben, und verlangte Berichten zufolge Backstage lediglich nach Obst, Kaugummis und Oliven. Jedoch soll die Soul-Diva mit etwa 20 Stunden Verspätung angereist sein. Ein zuerst geplanter Motivations-Besuch in der Kandidaten-WG fiel damit flach. Als Carey dann am Samstag in ihrer Luxuslimousine vorfuhr, war die Sängerin auf dem Rücksitz selig eingeschlummert - und durfte Gerüchten zufolge nicht geweckt werden. Also umstellten Sicherheitsleute den Wagen um den Schalf der Diva zu bewachen, bis Mariah von alleine aufwachte.
Bei der Show sang Carey dann Semi-Playback, und legte einen zwar professionellen aber wenig mitreißenden Auftritt hin. Es wird Dieter Bohlen schwer gefallen sein, sich einen bissigen Kommentar dazu aufzusparen, zumindest bis die Soul-Diva wieder von der Bühne verschwunden war. Am Ende hat er es aber geschafft. Erst später, bei der Frage, welchen Auftritt er am schwächsten fand, äußerte sich der DSDS-Partriarch: Einen der Superstars habe er ja nicht beurteilen können, denn „normalerweise singen die ja live." Wenig beeindruckend fand auch Benni Herd den Auftritt der Super-Diva: "Ich meine, wenn ich Stars wie Mariah Carey sehe - und die sowas abliefern ...".
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Laut Meinung der Juroren hatte - wie übrigens auch schon in der letzten Show - Benni Herd die schwächste Performance der Kandidaten abgeliefert. Während Bennis Interpretation von „Relight my Fire" von Take That machte 'Bär' Läsker sogar Anstalten, den Saal zu verlassen. Sein Kommentar zu Herds Aufritt: „Benni, du nervst!". So wirklich um Gesangstalent geht es bei DSDS aber nicht. Das weiß auch Dieter Bohlen, der Herd nach seiner Performance prophezeit: "Gesanglich war es das nicht. Aber an den Telefonen sitzen viele paarungsbereite Teenies - die rufen sowieso für Dich an.". So kam es dann auch. Nicht Herd musste gehen, sondern Bohlen-Liebling Stella Salato.
Für ein Intermezzo zwischen Belustigung und Fremdscham sorgte auch der Auftritt des ehemaligen DSDS-Kandidaten Mario Teusch. Um die Spannung vor der Entscheidung wer gehen muss, zu erhöhen, durfte „Supermario" seine Single vorstellen. Dabei handelte es sich erwartungsgemäß um eine Ballermann-würdige RTL-Kreation, die zum Wohle der deutschen Gehörgänge besser in den Schubladen der offenbar tauben Urheber geblieben wäre. Allerdings stellte Teuschs unterirdischer Auftritt die Balance der Talentshow wieder her. Gegen ihn wirkten die DSDS-Aspiranten tatsächlich wie glamouröse Superstars.
Die verbleibenden sieben Kandidaten Rania Zeriri, Monika Ivkic, Linda Teodosiu, Fady Maalouf, Benni Herd, Thomas Godoj und Collins Owusu werden sich dann nächste Woche erneut dem Urteil der DSDS-Jury stellen. (rkr)