Das Halbfinale in der RTL-Show 'Deutschland sucht den Superstar' ist seit Samstag entschieden. Unter dem Motto 'Das Beste vom Besten' gab es drei Durchgänge mit den Themen Nr.1-Hits, Balladen, und Up-Tempo-Songs. Dabei zeichneten sich ebensoviele Gewissheiten ab. Erstens, alle Kandidaten erhielten "Zugabe“-Rufe, zweitens, "Hammer“ avancierte zum offiziellen Lieblings-Wort im Juryvokabular, und drittens, das "blonde Gift“ Annemarie Elifeld muss nach Hause gehen.
Die 'Top 3-Kandidaten' (O-Ton Moderator Marco Schreyl) standen in der vorletzten Mottoshow unter ganz besonderer Anspannung. Denn zum ersten Mal mussten sie das Publikum und die kritische Jury mit mehr als nur zwei Songs von sich überzeugen. Dementsprechend fielen die Leistungen unterschiedlich aus. Daniel Schuhmacher brillierte dabei mit verdächtig guten Auftritten, Annemarie Eilfeld erbrachte eine überwiegend gute Leistung und Sarah Kreuz glänzte trotz erneuten Textpatzern in allen Stimmlagen und Runden.
Die 'Diva' war auch der Auftakt des Abends. Auf einer Rosenschaukel schwingend sang sie die Dieter Bohlen-Nummer und Yvonne Catterfeld-Riesenhit „Für Dich". Dafür erntete sie die gewohnten Worte der Anerkennung. Bohlen gar selbst gestand er fühle sich geehrt, dass so eine tolle Sängerin sich sein Lied ausgesucht hätte. „Du hast eine Power-Ballade daraus gemacht." Nina Eichinger taufte sie daraufhin auf den Namen Balladenkönigin. Genauso souverän meisterte die Arbeitssuchende auch den zweiten Durchlauf mit Whitney Houstons „One moment in time": „Der Song ist Königsklasse und von einer Königin gesungen worden", so Mitjuror Volker Neumüller. Auch der Chef der Drei war von der Interpretation hin und weg: „1+ mit Stern!". Die dritte Runde, bei der sie „I'm outta love" von Anastacia zum Besten gab, verlief natürlich auch sehr gut. Dieter freute sich über die tanzende 19-Jähirge, die sonst eher zurückhaltend wirkte. „Endlich hast du abgegroovt. Geil." Produzent Neumüller steigerte sich gar in Visionen. „Unsere Balladen-Queen rockt jetzt. Megamäßig. Finale!"
Als Nächste war Deutschlands Mega-Zicke Annemarie dran, die an dem Tag ihren 19. Geburtstag feierte. Es sollte ein mittelmäßiger Abend für sie werden. Zu Beginn gratulierte das Publikum mit einem Geburtstagsständchen. Dann war sie selbst dran. „My life would suck without you" von Kelly Clarkson und Christina Aguileras Schmusenummer „The voice within" waren ganz passabel und sind erfrischend positiv von der Jury bewertet worden. Nina freute sich nach ersterem, dass „die Power-Annemarie zurückkommt." Die darauffolgende Ballade kam dann vor allem beim Poptitan gut an: „Das Gesamtpackage war ziemlich gut", urteilte er nickend.
Doch dann konnte selbst der frenetische „Finale"-Singsang ihrer Anhängerschaft die Blondine sie nicht vor ihrem dritten Auftritt bewahren. Zu Nelly Furtados Tanztitel „Meneater" stöckelte sie mit einer Tigerphyton auf die Bühne und interpretierte den Song erhoben auf einem Podest. Alles andere fasste die Jury gut zusammen. "Du hast die Töne nicht getroffen. Du hast Scheiße gesungen, denn du hast dich mehr um die Schlange gekümmert, als um deinen Auftritt", verkündete Neumüller im Anschluss, der gestresst lächelnden Ostdeutschen. "Das Beste am Auftritt war die Schlange", toppte Bohlen seinen Vorgänger. "Es war ein stimmliches Desaster", fügte er hinzu, und hielt nicht mit seiner Meinung hinterm Berg, dass sie an diesem Abend die Schlechteste war. Wahrscheinlich besiegelte er damit Annemaries letztendliches Ausscheiden.
Daniel Schuhmacher war und bleibt der Favorit der Zuschauer und Jury. Das er diesen Rolle nicht umsonst innehat, bewies er souverän als er an der Reihe war. Durchgehend stimmlich überzeugend, erhielt er für „Stand by me" (Ben E. King), „Ein wirklich hammer hammer Auftritt", Bestättigung von Dieter Bohlen. Neumüller überbot dies noch und jubelte euphorisch: „Wieder: Stimme, Stimme, Stimme. Gefühl, Gefühl, Gefühl. Hammer. Hammermäßig!". Aber auch für „Get here" von Oleta Adams gab es nur die beste Bewertung: „Ein Hammersong und super gesungen", so Produzenten-Tochter Eichinger, die sich mühelos in die Reihe der Originalität einreihte. Auch das letzte Lied, Amy Winehouses „Rehab" sorgte für eine letzte Welle der Beigeisterung. „Ich will, dass du dir im Finale noch Mühe gibst, deswegen ganz kurz: Drei Mal super Leistung", so der zweite Mann im Jurybund. Selbst der Viertplazierte Dominik Büchele unterstützte den 22-jährigen. Mit einem Daniel-Shirt saß der Lockenkopf im entsprechenden Fanblock und gestand er sei „Daniel-Fan Number One."
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Die Frage des Weiterkommens entschied sich am Ende zwischen den beiden Mädchen. In der Entscheidungsshow zu später Stunde kam es schließlich so, wie es kommen musste: Nach etlichen Minuten ist Annemarie am Ende nach Hause geschickt worden. Während die Jury aufsprang um einen Freudentanz hinzulegen zeigte sich diese im Gegensatz zu ihrem Ruf aber als faire Verliererin und gratulierte Sarah und Daniel nach ihrem Ausscheiden: „Ich freue mich für euch Beide von ganzem Herzen und freu mich auf das Finale." Das findet kommenden Samstag statt.