Promi-Pleitier Franjo Pooth hat am gestrigen Donnerstag gegen einen mutmaßlichen Betrüger ausgesagt, der ihm kurz vor der Zahlungsunfähigkeit noch Geld abpressen wollte. Deshalb musste er in Düsseldorf erneut vor Gericht erscheinen - aber diesmal nur als Zeuge. Vor rund zehn Tagen war der ehemalige Unternehmer infolge seiner Firmenpleite zu einem Jahr auf Bewährung, 100.000 Euro Strafe und zur Rückzahlung von einer Million Euro an die Sparkasse verurteilt worden.
Um dem Medienrummel zu entgehen, gelangte Pooth auf ungewöhnliche Weise in den Sitzungssaal: Beamte schleusten ihn durch einen unterirdischen Gefangenentunnel an Kamerateams und Paparazzi vorbei. Angeklagt war ein 57-jähriger Mann, der von der Maxfield-Pleite profitieren wollte. Als Provision zur Beschaffung eines nicht existierenden amerikanischen Investors wollte er Pooth um 250.000 Euro ärmer machen.
Verona Pooth
Der prominente Zeuge scheint sich dafür entschuldigen zu wollen, auf den etwas dubios anmutenden Angeklagten fast hereingefallen zu sein: "Ich bitte um Verständnis, aber ich habe händeringend nach Investoren gesucht, um die Insolvenz meiner Firma zu verhindern." Bei seinen Bemühungen kam Pooth an einen Mann, der bereits einschlägig vorbestraft war und über 20 Jahre im Gefängnis einsaß. Sein Metier schien er jedoch zu beherrschen: "Der hat uns sehr begabt um den Finger gewickelt", bescheinigt ihm der Titelheld der Boulevardgazetten.
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Fatal wurde dem zwielichtigen Geschäftemacher allerdings ein Vorschuss über 8.000 Euro, den er für einen Flug in die USA verlangte. Pooth roch Lunte, als er mit der äußerst ungewöhnlichen Forderung konfrontiert wurde, und stellte dem stämmigen Mann eine Falle: Er sei sehr gerne bereit, ihm das Ticket direkt zu besorgen, so sein Vorschlag. Daraufhin wollte der angebliche Millionenvermittler davon jedoch nichts mehr wissen. Als sich anschließend auch noch die Autonummer des Investors als inexistent erwies, dämmerte es bei Franjo Pooth endgültig - und er alarmierte die Polizei. (mso)