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16.07.2008'ANGENEHME ATMOSPHÄRE'

Verona-Gatte Franjo Pooth an geheimem Ort tagelang verhört

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat den bankrotten Unternehmer Franjo Pooth wegen den Vorwürfen der Insolvenzverschleppung und der Bestechung umfassend verhört. Wie ein Sprecher der Anklagebehörde am heutigen Mittwoch mitteilte, fanden die Gespräche an einem geheimen Ort statt und zogen sich über einige Tage.

Der 38-Jährige habe während des Verhörs umfangreiche Angaben gemacht, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Johannes Mocken. „Die Atmosphäre war sehr angenehm und konstruktiv". Über Einzelheilten wollte sich der Sprecher jedoch nicht äußern.Nun müssten die Aussagen Pooths mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen abgeglichen werden, dann erst könne eine Entscheidung über ein Vermittlungsverfahren getroffen werden.

Verona Pooth
10 Bilder

Seit Februar dieses Jahres ermittelt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und der Bestechung gegen den Ehemann des Werbestars Verona Pooth. Die Elektronikfirma ‚Maxfield' des 38-Jährigen soll schon Mitte März des vergangenen Jahres insolvenzreif gewesen sein. Pooth hatte die Pleite jedoch erst im Januar 2008 angemeldet, und war so ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.

Zudem soll der Unternehmer angeblich Sparkassenmitarbeitern teure Geschenke gemacht haben, um höhere Kredite zu bekommen. Der Chef der Düsseldorfer Sparkasse sowie ein Vorstandsmitglied wurden aus diesem Grund bereits fristlos entlassen. Außerdem erstattete Pooth im Mai Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung beim Finanzamt.

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Während der Insolvenzverwalter die Höhe der Schulden am Anfang des Jahres noch auf 19 Millionen Euro beziffert hatte, fordern momentan 461 Gläubiger rund 27 Millionen Euro von dem insolventen Unternehmer. Von dem Geld werden sie aber, wenn überhaupt, nur einen Bruchteil zurückbekommen.

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