Der Leibarzt von 'King of Pop' Michael Jackson soll wegen Totschlags angeklagt werden, verlautbarte es aus US-Polizeikreisen.
Naht nun Gerechtigkeit? Der Leibarzt des verstorbenen Pop-Gottes Michael Jackson wird voraussichtlich Totschlag vorgeworfen.
Dr. Conrad Murray (56) hatte im vergangenen Jahr bereits eingeräumt, dem 'King of Pop' nur Stunden vor seinem Tod am 25. Juni 2009 das starke Anästhetikum Propofol zusammen mit anderen Medikamenten gespritzt zu haben. Der offizielle Bericht des Gerichtsmediziners hatte seinerzeit von "Mord" durch "akute Propofolvergiftung" gesprochen, bislang war jedoch niemand deswegen angeklagt worden.
Nun wurde bekannt, dass die Ermittler noch immer vorhaben, Murray den Prozess zu machen. Ein Insider der Polizei verriet gegenüber dem US-Sender 'Fox News', die Staatsanwälte seien sich noch nicht einig, ob sie dem Arzt unbeabsichtigten Totschlag oder ein ernsteres Vergehen vorwerfen. Der Alleswisser betonte, es werde gerade ein Bericht zusammengestellt, der dem Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles in den nächsten Wochen vorgelegt werden soll.
Doch was auch immer in der Anklageschrift stehen wird, muss sich Murray in jedem Fall gegen den Vorwurf verteidigen, "grob fahrlässig" gehandelt zu haben.
Murrays Sprecher stritt indessen ab, dass der Arzt irgendetwas getan habe, dass Michael Jackson umgebracht haben könnte. Dennoch betonte er, dass Murrays Anwälte "auf alles vorbereitet" seien.
Verwandte Artikel
Conrad Murray hat auch einen neuen Anwalt, J. Michael Flanagan, angeheuert. Der Mann ist dafür bekannt, einmal für eine Krankenschwester einen Freispruch erstritten zu haben, der fahrlässige Tötung infolge einer Propofol-Spritze vorgeworfen worden war.