Sie haben es endlich getan - zwar nicht zum allerersten Mal, dafür aber heimlich, still und leise: Seit dem gestrigen Samstag darf sich Carla Bruni offiziell Madame Sarkozy nennen. Das bestätigten Freunde der Familie sowie die französische Regierung.
Bürgermeister Francois Lebel, in dessen Arrondisement der Elysée-Palast liegt, nahm die Trauung des französischen Präsidenten mit der Sängerin vor. „Die Braut trug weiß und war hinreißend wie immer. Aber der Bräutigam war auch nicht schlecht", erzählte Lebel dem Radiosender Europe 1.
Carla Bruni-Sarkozy
„Es war eine Feier mit etwa 20 Leuten - enge Mitglieder der Familie und gute Freunde", so der Bürgermeister. Nur 20 Minuten habe die ganze Zeremonie gedauert, dann war alles schon wieder vorbei. „Speedy Sarko" machte damit seinem Namen alle Ehre, das Rätselraten hat nun endlich ein Ende. Nicolas Sarkozy hatte Carla Bruni nur wenige Wochen nach der Scheidung von seiner Frau Cécilia bei einem Abendessen seines Freundes Jacques Séguéla kennen gelernt.
Seitdem beherrschte wohl kein Thema die europäischen Klatschspalten so anhaltend, wie der Gegenstand „Sarkobruni". Die Franzosen zeigten sich zunehmend genervt über das öffentliche Geturtel ihres Staatschefs. Fotos von gemeinsamen Reisen des Paares geisterten durch die Presse, das Privatleben der Bruni, frühere Affären und Nacktfotos gerieten immer wieder ins Licht der Öffentlichkeit. Jetzt hat die Beziehung des Paares nach vielen langen Gerüchte-Wochen endlich einen offiziellen Rahmen.
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Aber schon fragt sich so mancher, ob die neue Première Dame Frankreichs ihre Pflichten im Elysée-Palast auch erfüllen kann, denn: Die Neue an der Seite von Monsieur le Président besaß vor der Hochzeit ja noch nicht einmal einen französischen Pass. Außerdem hatte sie in einem Protokoll zugegeben, bei den Präsidentschaftswahlen sei Ségolene Royale die eindeutig bessere Kandidatin gewesen. Sarkozy scheinen diese Tatsachen jedenfalls nicht zu stören.
Und wenn schon die Franzosen große Zweifel an der Zukunft des frisch vermählten Präsidentenpaares hegen, zeigte sich zumindest eine Dame höchst erfreut: Bernadette Chirac sprach den Jungvermählten ihre Glückwunsche aus, und bekundete große Freude über die Hochzeit.
Die Hochzeitsreise allerdings wird wohl vorerst ins Wasser fallen. Am heutigen Montag hat sich Sarkozy nach Rumänien aufgemacht - allein. Für Ende März immerhin ist ein offizieller Staatsbesuch von Monsieur und Madame Sarkozy in England geplant. Dann wird sich das Paar erstmals gemeinsam auf dem politisch-diplomatischen Parkett zeigen, und auch die eigenen Manieren angesichts der Queen unter Beweis stellen können. (ta)