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Nicolas Sarkozy und Carla Bruni machen London ihre Aufwartung

11.11.2008FIRST LADY ALS GUTMENSCH?

Carla Bruni-Sarkozy "froh, keine Italienerin mehr zu sein" - Politiker erbost

Mit einer witzig gemeinten, aber politisch ganz und gar ungeschickten Aussage über den designierten US-Präsidenten Barack Obama hatte Italiens Staatschef Silvio Berlusconi in der vergangenen Woche für Wirbel gesorgt. Nun distanziert sich auch Carla Bruni vor ihrem einstigen Heimatland. Angesichts der Aussagen Berlusconis sei sie froh, nunmehr Französin zu sein, erklärte die Gattin von Frankreichs Staatsoberhaupt Nicolas Sarkozy.

Im Interview mit der Pariser Sonntagszeitung 'Le Journal de dimanche' erklärte Frankreichs 'Première Dame', sie sei „manchmal froh darüber", keine Italienerin mehr zu sein. „Es hat eine eigentümliche Wirkung auf mich zu hören, wie Silvio Berlusconi die Wahl Barack Obamas auf die leichte Schulter nimmt und darüber scherzt, dass der Präsident der USA immer gebräunt sei", gab die in Turin geborene Sängerin zu Protokoll.

Carla Bruni-Sarkozy
15 Bilder

Nach der medienträchtigen Hochzeit mit Frankreichs Präsident Sarkozy hatte Bruni die französische Staatsbürgerschaft angenommen. Zu Italien hatte das frühere Model ohnehin keine besonders enge Bindung mehr. Bereits im Alter von fünf Jahren war die Familie der heutigen Präsidentengattin von Turin nach Frankreich geflohen. Grund war die Bedrohung von Brunis Vater, eines Großindustriellen, durch die linksextremistische Organisation 'Rote Brigade'. Danach besuchte Madame Bruni-Sarkozy ein Internat in der Schweiz, um danach in Frankreich sesshaft zu werden. Erst als Model, dann als Popsängerin, nun als Gattin des mächtigsten Mannes im Lande.

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Der Wahlsieg von Barack Obama in der vergangenen Woche hatte Bruni und einige einflussreiche französische Politiker dazu inspiriert, in einer gemeinsamen Erklärung ein Ende der rassistischen Diskriminierung zu fordern. Darin wurden Arbeitgeber aufgefordert, mehr Angehörige von Minderheiten einzustellen. Außerdem wurde die Regierung dazu ermahnt, stärker gegen Rassismus vorzugehen und Schulen in armen Stadtteilen zu stärken. (mre)

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