Star-Torwart Gianluigi Buffon vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin könnte bald möglicherweise doch noch in die Versuchung geraten, zum FC Bayern München zu wechseln.
Die vielen Klatschen tun einfach nur noch weh: Weltmeister Gianluigi Buffon (31) von Juventus Turin dürfte Avancen des FC Bayern München derzeit offener denn je gegenüberstehen.
Am Samstag unterlag der italienische Rekordmeister, der im Moment eine monumentale Pleitestrecke erlebt, zu Hause gegen AS Rom mit 1:2, was nur die jüngste einer Reihe vernichtender Niederlagen war. Den Anfang hatte der FC Bayern selbst mit seiner Auswärts-Torgala in der Champions League gesetzt. Seit dem denkwürdigen 4:1 läuft bei den Mannen des dienstbeflissenen, aber unerfahrenen Trainers Ciro Ferrara so gut wie alles schief, was schiefgehen kann.
Stand Juve zu Beginn der Rückrunde noch stolz auf dem dritten Rang der Serie A, reicht es im Augenblick gerade einmal für den sechsten Platz - die 'Vecchia Signora' ist von den Emporkömmlingen des AS Rom sowie des SSC Neapel, und nun auch seitens der Shooting Stars des FC Palermo überrundet worden. Ganze fünf Punkte trennen die stolze FIAT-Werkself von einem sicheren Qualifikationsplatz für die Champions League, vier Punkte fehlen, um sich mittels der Play-Offs zu qualifizieren.
Zwar war Buffon jederzeit der Inbegriff der fleischgewordenen Loyalität: Als im Jahr 2006 der Verein des frischgekürten Weltmeisters zum ersten Mal in seiner Geschichte in dei Serie B absteigen musste, trotzte der Keeper dem allgemeinen Abwandertrend. Im Gegensatz zu Star-Verteidiger Fabio Cannavaro und Trainer Fabio Capello, die beide Richtung Real Madrid verschwanden, erkämpfte sich der stolze Torwart mit einem Rumpfteam eisern den Weg zurück in die oberste Liga des Stiefelstaates.
Mittlerweile scheint dem Vollprofi jedoch die Sache zu bunt zu werden. Immer öfter äußert er über das miserable Niveau seines Teams seinen Unmut, wie ein Löwe soll er nach seinem Platzverweis am Samstag in der Kabine gebrüllt haben, nachdem er dank abwesender Abwehr den Römer Recken John Arne Riise niederstreckte, und deswegen flog.
Sollte sich das Horrorszenario einer Nichtteilnahme an der Champions League also bestätigen, könnte Gianluigi Buffon durchaus die Faxen dicke haben und um einen Transfer zu einem europäischen Top-Verein bitten, der sehr wohl in der Champions League mit dabei ist. Und ganz vorne dürfte dann bei einem etwaigen Bieterrennen der FC Bayern München mit dabei sein, der nach wie vor händeringend nach einem dauerhaften Kahn-Ersatz sucht.
Der ehemalige Tor-Titan selbst hatte an der Säbener Straße kürzlich den Ball ins Rollen gebracht, als er seinem ehemaligen Verein riet: "Butt spielt hervorragend. Aber er ist 35, und da muss sich Bayern Gedanken machen. Ich würde Buffon holen. Bayern hat die höchsten Ziele. Wenn du die erreichen willst, brauchst du einen der besten Torjäger der Welt." Buffo hatte sich umgehend für die Wertschätzung bedankt, etwaige Transfergerüchte aber sofort zum Verstummen gebracht, indem er konterte: "Ich fühle mich geehrt, diese Wertschätzung von einem Experten wie Kahn zu erfahren. Aber ich darf daran erinnern, dass ich schon bei einem großen Klub spiele."
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Das sind Worte, die Gianluigi Buffon vielleicht Ende der Saison so nicht mehr wiederholen würde. So spektakulär sein Transfer daher auch wäre, so groß fiele dann auch der Aderlaß beim FC Bayern München aus: Auf 30 Millionen Euro Marktwert wird Buffon geschätzt, bis 2013 läuft sein Vertrag, und satte sechs Millionen beträgt sein Jahressalär. Zahlen, die sich Christian Nerlinger sicher auf der Zunge zergehen läßt, bevor auch nur den Ansatz eines Schrittes in Richtung Turin macht.