Nur drei Tage nach dem überzeugenden Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg ist beim FC Bayern München wieder Unruhe eingekehrt. Mittelfeldstar Franck Ribéry kritisierte in einem Interview mit der französischen Sportzeitung 'L'Equipe' öffentlich seinen Trainer Louis van Gaal.
"Das ist das erste Mal, dass mein Kontakt zu einem Trainer nicht positiv ist", verriet der französische Dribbelkönig. "Mir fehlt das richtige Gefühl." Es sei wichtig, dass Spieler und Trainer Vertrauen zueinander haben, aber mit van Gaal sei es 'kompliziert', so Ribéry. Der 26-Jährige bemängelte außerdem die strenge Art seines Coaches. Die Stimmung während der Trainingseinheiten seien Ribéry zufolge nicht besonders ausgelassen. Man müsse auch Spaß haben, gab der Mittelfeldstar zu bedenken.
"Ich spürte vor allem bei den Trainingseinheiten eine gewisse Blockade bei den Spielern. Keiner lachte oder traute sich etwas zu sagen. Alle waren zu ernst", kritisiert Ribéry. Im Training müsse es aber eine gesunde Mischung aus Spaß und Ernst geben, fordert der Franzose.
Was van Gaal von den Aussagen seines launischen Schützlings hält, ist nicht bekannt. Der Niederländer ist für eine Woche in seine Heimat gefahren, nachdem sich 13 Bayern-Spieler mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften auf Reisen befinden - darunter auch Ribéry, der mit der französischen Nationalelf vor entscheidenden Spielen in der WM-Qualifikation steht. Am Samstag empfangen die Franzosen Rumänien, und am Mittwoch müssen 'Le Bleus' beim Tabellenführer Serbien antreten.
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Ribéry hatte das Interview für 'L'Equipe' allerdings schon letzte Woche gegeben. Damals hatte Ribéry sicherlich noch nicht mit der Verpflichtung von Mittelfeld-Partner Arjen Robben gerechnet. Vielleicht ist der Franzose von diesem Transfer etwas besänftigt - wie sanft van Gaal nach Ende der Länderspielreise zu seinem Mittelfeldstar sein wird, steht allerdings auf einem anderen Blatt Papier.(fr)