Cristiano Ronaldo wird nach seinem Wechsel von Manchester United zu Real Madrid offenbar zum bestverdienenden Fußballer der Welt. Medienberichten zufolge soll der Portugiese künftig rund 13 Millionen Euro verdienen. Die Transfers von Ronaldo und dem Brasilianer Kaka finanziert Real übrigens durch Kredite. Daran übt nun die spanische Politik Kritik.
Zlatan Ibrahimovic gilt bislang als der Topverdiener unter den Fußballern dieser Welt. 12 Millionen Euro überweist Inter Mailand dem Schweden jährlich, damit er seine Fußballschnuhe für die Inter schnürt. Ab der kommenden Saison droht Ibrahimovic der Absturz auf Rang zwei in der Tabelle: Cristiano Ronaldo, teuerster Spieler der Welt, soll auch derjenige werden, der am meisten verdient.
13 Millionen Euro soll der Weltfußballer des Jahres nach seinem spektakulären Wechsel in die spanische Hauptstadt verdienen. Bei Manchester United lagen die Bezüge des Mittelfeldspielers "nur" bei 7,5 Millionen Euro. Der Wechsel hat sich in finazieller Sicht für den Superstar auf jeden Fall gelohnt. Insbesondere, weil er in Spanien den Großteil seines Geld behalten darf.
Seit sechs Jahren gibt es in Spanien ein Gesetz, das ursprünglich geschaffen wurde, um hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland ins Land zu locken. Diese zahlen in den ersten sechs Jahren lediglich den Eingangssteuersatz von 24 Prozent. Der Spitzensteuersatz liegt in Spanien bei 43 Prozent und muss bei einem Einkommen von mehr als 60.000 Euro im Jahr gezahlt werden. Ronaldo überschreitet diese Summe innerhalb von drei Tagen.
Als "ley Beckham" wird dieses Gesetz in Spanien bezeichnet, seit David Beckham es nach seinem Wechsel zu Real Madrid als erster Fußballer ausgenutzt hatte. Nun profitiert auch Cristiano Ronaldo. Der Portguiese hat in den letzten zehn Jahre nicht dauerhaft in Spanien gelebt, arbeitet in Spanien und ist bei einem spanischen Unternehmen beschäftigt. Somit sind alle Kriterien für den niedrigen Steuersatz für die nächsten sechs Jahre erfüllt.
Kritik an den Transfers von Ronaldo und Kaka ist in der spanischen Politik laut geworden. Spanische Medien hatten berichtet, dass die Bank Santander und die Sparkasse Caja Madrid dem Verein für die beiden Spieler einen Kredit von 155 Millionen Euro gewährt haben soll. Im Gegenzug soll der Verein seine Fernsehgelder verpfändet haben. Diese sichern den "Königlichen" in den kommenden sieben Jahren Einnahmen in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro.
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Die spanische Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado zeigte sich angesichts des Kredits "überrascht", da die Banken wegen der Finanzkrise den Geldhahn weitgehend zugedreht haben. "Wenn die Geldinstitute für so etwas liquide sind, sollten sie auch kleinen und mittleren Unternehmen sowie Privatleuten Geld leihen", so die Ministerin. Einige Mitglieder des spanischen Parlaments forderten die Regierung unterdessen auf dafür zu sorgen, dass die Vereine zukünftig zunächst ihre Steuerschulden bezahlen - und erst dann Millionen für neue Spieler ausgeben.