Superkicker Cristiano Ronaldo ist nach der Niederlage von Real Madrid am gestrigen Sonntag in Camp Nou zum Spott-Objekt Nummer Eins der katalanischen Presse avanciert. Im Vorfeld des Klassikers hatte der Portugiese noch geprahlt und 15 bis 20 Tore in Aussicht gestellt. Fehlanzeige: Real Madrid blieb ohne ein einziges Tor.
Nach dem spanischen Klassiker am gestrigen Sonntagabend im Camp Nou machen in Spanien zwei Fußballer Schlagzeilen: der Schwede Zlatan Ibrahinmovic und Reals Madrids Starstürmer Cristiano Ronaldo, der - wie erwartet - im Kader der Madrilenen antrat.
Während Barcelonas Stürmer Ibrahinmovic in der örtlichen Presse als der Held des Abends bezeichnet wird, weil er mit seinem Tor in der 56. Minute das Spiel für Barcelona entschied und seine Mannschaft zurück auf die Spitzenposition der spanischen Liga hievte, erntet der Königliche - zumindest in katalanischen Zeitungen - nur noch Hohn und Spott, weil er noch vor dem Spiel mit einer anstehenden Meisterleistung angegeben hatte.
"Fünfzehn bis zwanzig Tore", kündigte der Starkicker prahlerisch in den Medien an, als er nach der Anzahl der Tore gefragt wurde, die er beim Klassiker gegen Barcelona schießen wolle. Heute fragt nun die katalanische Presse, wo diese fünfzehn bis zwanzig Tore geblieben sind, und überhäuft den nich sehr bescheidenen 'Fußballer des Jahres' mit Kritik.
"Fünfzehn bis zwanzigmal wird er in seinen Träumen die Füße von Victor Valdes zu sehen bekommen, der all seine Tor verhinderte", schrieb 'El Mundo Desportivo'. Der Weltfußballer hatte in der ersten Halbzeit mit Abstand die beste Gelegenheit Reals und hätte fast ein Tor geschossen, scheiterte aber letztlich an einer brillianten Parade von Barca-Torwart Victor Valdes. Auch die Zeitung 'Sport' griff Ronaldo an, und kommentierte: "Cristiano Ronaldo stürzt gegen Barca erneut ab".
Angriffe auf den Portugiesen gab es auch während des Spiels und zwar von Seiten der Barcelona-Fans: Zuschauer attackierten den Portugiesen mit einem Laser und versuchten, auf diese eher unsportliche Weise den Sieg Barcas zu sichern. Als Cristiano Ronaldo in der zwölften Minute zu einem ersten Freistoß antreten konnte, wurde der Portugiese vor der Ausführung von einem Laser erfasst und abgelenkt, wie die Madrilener Presse berichtet.
Die Angriffe richteten sich aber auch auf andere Reals Spieler: Reals Verteidiger Pepe wurde ebenfalls von dem Laserstrahl geblendet, wie die 'Marca' mit einem Bild belegt. Die Vorfälle wurden schließlich von Reals Keeper Iker Casillas gemeldet.
Nach der Halbzeitpause endete dann das heiß ersehnte Comeback für Cristiano Ronaldo, der nach langer Verletzungspause noch nicht ganz fit ist und laut Reals Trainer Manuel Pellegrini nur maximal 60 Minuten spielen durfte. Der Portugiese hat zwar gut gespielt, allerdings konnte weder er noch Barças Lionel Messi die Hauptrolle im Liga-Knaller für sich beanspruchen: Diese spielte nämlich eindeutig der in der zweiten Hälfte eingewechselte Ibrahimovic.
Verwandte Artikel
Trotz der Niederlage machte Real Madrid jedoch eine richtig gute Partie und konnte sich laut Medienberichten aus Madrid als bestes Team des Abends profilieren.