El Mundo (Madrid):
"Das Gipfeltreffen der G20-Staaten in Washington hat hohe Erwartungen geweckt. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sprach gar von einer 'Neugründung des Kapitalismus'. Wenn man jedoch bedenkt, dass das Treffen sich auf ein Abendessen und eine fünfstündige Plenarsitzung beschränkt, ist kaum zu erwarten, dass die Teilnehmer große Fortschritte erzielen werden."
Washington Post (Washington):
"Das Treffen soll den Finanzmarkt beruhigen und zeigen, dass ein weltweit koordiniertes Hilfsprogramm entstehen wird. Na dann, viel Glück damit! Es besteht die Gefahr, dass von dem hastig organisierten Gipfel mit einem lahmen US-Präsidenten als Gastgeber die unterschwellige Nachricht der Uneinigkeit ausgeht. Im Vorfeld wurden einige wichtige Veränderungen vorgenommen, die aber zu Verwerfungen führen könnten: China ist als Co-Manager des globalen Wohlstandes angekommen; Europa setzt sich selbstbewusst für seine eigene Finanzmarktregulierung ein; und Schwellenländer wie Brasilien sind mehr und mehr verärgert, weil sie in einen Abwärtsstrudel geraten, für den sie selbst nicht verantwortlich sind. Das Treffen der nun 20 Staaten erinnert vor allem daran, dass der kleinere Club der acht reichsten Industrienationen es versäumt hat, die Finanzkrise zu stoppen."
Financial Express (Neu Delhi):
"Wie wird sich China verhalten? Asiens wachsende Bedeutung zeigt die rapiden Veränderungen der globalen Wirtschafts-Architektur. Die asiatischen Volkswirtschaften, allen voran die chinesische, erwerben mittlerweile in beinahe aggressiver Weise Finanzanlagen. Vor dem Zusammenbruch der Kapitalmärkte ist viel Geldvermögen aus den USA oder Europa nach Asien geflossen. Das wird den G20-Gipfel beeinflussen. Chinas Sichtweise wird neben der von Korea und Indien von herausragender Bedeutung sein."