The Independent, London:
"Die politische Landkarte in Großbritannien hat sich verändert. Die Schottische Nationalpartei hat ihre Chance genutzt und ist stärkste Partei im schottischen Parlament geworden. Wenn sie eine Regierungskoalition bilden kann, wird sie sich zu einem Referendum über die Unabhängigkeit der Region verpflichten. Wir können am Tag nach dieser chaotischen Wahl auf den Beginn eines neuen Kapitels in unserer Geschichte zurückblicken." Der Standard, Wien: "Mit seiner zwei Tage vor den Wahlen abgegebenen Erklärung, er werde das Amt des Premierministers schon demnächst an Schatzkanzler Gordon Brown übergeben, bremste Blair den Drang der Wähler, ihm einen Denkzettel zu verpassen. Auf den zweiten Blick sehen Analytiker aber eine geschwächte und innerlich zerrissene Labour Party, die von Brown, dem ewigen zweiten Mann, ausgerechnet am Ende ihrer Erfolgssträhne übernommen wird." "Blair ist eine demütigende Niederlage erspart geblieben.
ABC, Madrid:
Angesichts seines bevorstehenden Rücktritts ist diese 'süße' Niederlage sicher ein würdigerer Abschied nach zehn Jahren im Amt als die verheerende Katastrophe, auf die seine Gegner gebaut hatten. Und trotz aller Fortschritte der Tories hat ihr Führer Cameron nicht den großen Durchbruch geschafft. New Labour unter Gordon Brown dagegen hat noch den Rest der Legislaturperiode zur Verfügung."