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StartseiteDealsPressestimme: Schiebt John Edwards Barack Obama die Nominierung zu?
John Edwards stellt sich demonstrativ hinter Barack Obama

16. Mai 2008 Schiebt John Edwards Barack Obama die Nominierung zu?

Das Rennen ist gelaufen

Washington Post (Washington):

"Hillary Clinton und Barack Obama haben brilliante Kampagnen geführt - in organisatorischer, finanzieller und programmatischer Hinsicht. Beide sollten stolz auf das sein, was sie geleistet haben. Aber die Demokraten sollten so bald wie möglich den Präsidentschaftskandidaten bestimmen, damit der zentrale Wahlkampf beginnen kann. Dann könnten auch die Unterschiede zwischen der Partei und dem republikanischen Bewerber McCain deutlich gemacht werden. Jede Woche Verzögerung führt zu einer Verhärtung der Differenzen. Wenn die Demokraten den Präsidenten stellen wollen, müssen sie sich jetzt vereinigen."

Wremja Nowostej (Moskau):

"Die Erklärung Edwards' öffnet dem afroamerikanischen Senator den Weg zu den Herzen der amerikanischen Arbeiter, die sich in den vergangenen Monaten des Präsidentschaftswahlkampfes von Obama distanziert hatten. Clinton und Edwards werden von der gleichen soziale Schicht unterstützt. John Edwards ist derjenige Politiker, der die amerikanische Arbeiterklasse davon überzeugen kann, dass der 46-jährige Obama durchaus kein politischer Neuling ist, als den ihn Hillary Clinton zu präsentieren versucht."

Der Standard (Wien):

"Mit John Edwards' Unterstützungserklärung für Barack Obama ist das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur wohl endgültig gelaufen. Monatelang haben Hillary Clinton und deren Kontrahent ihn umworben, spät hat sich der abgefeimte Anwalt mit dem untrüglichen Gespür für gute Deals entschieden. Dennoch ist Edwards' 'endorsement' ein letzter wichtiger Meilenstein in Obamas Kampagne - und ein Hinweis auf das, was in der Wahlauseinandersetzung im Herbst noch kommen mag. Die Spekulationen um eine Vizepräsidentschaftskandidatur Edwards' sind nicht aus der Luft gegriffen."

Luxemburger Wort (Luxemburg):

"Die Unterstützung durch John Edwards ist der definitive Durchbruch für Barack Obama. Sie bedeutet ungleich mehr als Hillary Clintons Sieg in West Virginia. So oder so ist Obamas Vorsprung bei den normalen Delegiertenstimmen uneinholbar. Es geht nur noch um die Stimmen der Superdelegierten, jener Parteioberen, die nicht an die Vorwahlresultate gebunden sind. Der blonde weiße Sunnyboy und gewiefte Anwalt aus den Südstaaten mobilisiert nun seine linke Basis in der demokratischen Partei für Obama. Und gerade hier und bei den Latinos hat der schwarze Senator noch Probleme."

Gazeta Wyborcza (Warschau):

"Die Demokraten vereinigen sich immer stärker um Barack Obama. Ihn unterstützt inzwischen eine entschiedene Mehrheit der so genannten ‚Superdelegierten', die auf dem Nominierungsparteitag im August gemeinsam mit den gewählten Vertretern entscheiden werden, wer Präsidentschaftskandidat der Demokraten sein soll. Hinzu kommt nun noch die öffentliche Unterstützung durch John Edwards, die für Obama eine herausragende Bedeutung hat. Denn dem jungen farbigen Kandidaten aus Chicago fällt es schwer, weiße, ärmere Wähler von sich zu überzeugen - genau jene, die zu Beginn des Vorwahlkampfes die Basis für Edwards waren."

Dagens Nyheter (Stockholm):

"Wäre die Aussage von Edwards tatsächlich von entscheidender Bedeutung, hätte sie schon vor langer Zeit ausgesprochen werden müssen; und nicht in einer Situation, in der praktisch alles bereits entschieden ist. Edwards gilt als Vertreter des linken Parteiflügels. Und mit seiner Unterstützung hätte Obama vielleicht in stark industrialisierten Staaten wie Ohio oder Pennsylvania besser abgeschnitten. Dann wäre der Kampf längst vorbei."