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StartseiteDealsPressestimme: Russland dividiert den Westen in Sachen Georgien geschickt auseinander
Russland und Georgien im Clinch: Ringen um Öl und Abchasien

28. August 2008 Russland dividiert den Westen in Sachen Georgien geschickt auseinander

Kreml-Schach im Kaukasus

Rheinische Post (Düsseldorf):

"London will ein mächtiges Bündnis gegen das Expansionsstreben Russlands schmieden. Frankreichs Staatsoberhaupt Sarkozy fordert von Moskau einen sofortigen Rückzug aus Georgien. Die Nato verlangt, dass der Kreml die Anerkennung der Unabhängigkeitserklärungen der beiden georgischen Provinzen rückgängig macht. Kanzlerin Angela Merkel telefoniert mit Russlands Staatschef Medwedew. Fazit: Der Westen fällt auf durch Vielstimmigkeit seiner politischen Führung. Russland wollte keine Krise beilegen, sondern aus einem Konflikt den größten Nutzen ziehen. Das kann es nur, weil es die schwache Stelle des Westens ausnutzt: Uneinigkeit."

Dresdner Neueste Nachrichten (Dresden):

"Das dürfte ein absurder Wettbewerb werden um die Frage: Wer bietet mehr? Die Europäer samt USA haben es bisher auf 45 Staaten gebracht, die das Kosovo auf dem Weg in die völkerrechtliche Unabhängigkeit begleiten. In Kuba, Weißrussland oder Nordkorea läuft bereits die russisch-internationalistische Maschinerie, um Anerkennungserklärungen für Südossetien und Abchasien zu sammeln. Das ist, wer noch Zweifel an einer neuen Form des Kalten Krieges hatte, die logische Folge dieses Moskauer Mächtigkeitsrituals. Es droht die Endlos-Spirale einer Gegnerschaft, die kaum jemand mehr versteht."

Frankfurter Allgemeine Zeitung (Frankfurt):

"Auf den Schreck mancher Westeuropäer darüber, dass Russland ist, wie es ist, folgt nun die Furcht davor, dass Russland tatsächlich so sein könnte, wie es nicht sein sollte. Die gab es unterschwellig, angefacht durch osteuropäische Erinnerungen, schon in all den Jahren, als eine Partnerschaft angeblich in greifbarer Nähe war. Es stellt sich aber heraus, dass Russland unter Partnerschaft noch immer oder schon wieder ein Verhältnis von Herr und Knecht versteht."