Berlingske Tidende (Kopenhagen):
"Es ist keine Neuigkeit, dass die Taliban in Afghanistan eine entscheidende Rolle spielen - politisch wie militärisch. Man kommt nicht an ihnen vorbei. Doch nicht um jeden Preis. Wir haben unsere Soldaten nicht geopfert, damit Afghanistan talibanisiert wird. Es sind die Taliban, die die Werte der Zivilisation anerkennen müssen."
Neue Zürcher Zeitung (Zürich):
"Die Parallelen zwischen der IRA und den Taliban sind äußerst vage, nicht zuletzt, weil die Initiative, einen politischen Ausweg zu suchen, aus den Reihen der IRA und ihres erstarkten politischen Flügels Sinn Fein kam. Darüber hinaus scheint es zweifelhaft, ob Vergleiche zwischen paschtunischen Freischärlern und der streng hierarchisch organisierten IRA sehr erhellend sind."
Guardian (London):
"Afghanistan ist nicht Nordirland. Großbritannien hat nicht das Hoheitsrecht in Kabul und die Taliban sind keine geschlossene politische Einheit. Sie sind Paschtunen, doch die Warlords gehören verschiedenen Gruppen an. Was sie eint, ist ihr Wunsch, die westlichen Staaten loszuwerden. Und das ist nicht verhandelbar."