Linkbox
Artikel zum Thema
Highlights zum Thema
Pressestimmen zum Thema
Bildgalerie
Robert Pattinson und Kristen Stewart in Breaking Dawn
Highlights der Woche (KW 43)
Diese Seite DruckenDiese Seite weiterempfehlen
StartseiteDealsPressestimme: Hillary Clinton schwimmen die Felle davon
Hillary Clinton greift in Ohio und Texas nach ihrer letzten Chance

3. Juni 2008 Hillary Clinton schwimmen die Felle davon

Die Parteispitze setzt auf Barack Obama

Nezawissimaja Gazeta (Moskau):

"Hillary Clinton hat ihre letzte Chance, Präsidentschaftskandidatin der Demokraten zu werden, verloren. Es lag im Interesse der Parteiführung, die skandalöse Situation um die Stimmen aus Florida und Michigan so schnell wie möglich zu klären - und die gefundene Lösung gibt Obama den Vorzug. Zugleich bemühte sich die Schiedskommission, die demokratischen Wähler nicht gänzlich zu verärgern. Denn die beiden Bundesstaaten könnten bei der Präsidentschaftswahl im November eine entscheidende Rolle spielen."

Gulf News (Dubai):

"Hillary Clinton ist hartnäckig - und sie ist eine Kämpfernatur. Doch allmählich stellt sich die Frage, ob sie mit ihrer Sturheit nicht den Demokraten einen irreparablen Schaden zugefügt hat. Die Entscheidung der Parteiführung über die Abstimmungen in Florida und Michigan ist ein schwacher Kompromiss, der weder Obama noch Clinton Vorteile bringt. Obama hat seinen Vorsprung noch immer wahren können. Und hätte sich Clinton bei diesem Wahlkampf nicht zum Ziel gesetzt, zu kämpfen, als 'gehe es um Leben oder Tod', dann wäre Obama schon vor langer Zeit zum Sieger erklärt worden."

ABC (Madrid):

"Wenn Frau Clinton tatsächlich die Entscheidung der Vorwahlen in Michigan und Florida anficht, wäre das für die Demokraten das schlimmste denkbare Szenario. Denn dann würde sich die Auseinandersetzung bis August hinziehen. Die frühere First Lady könnte ihrer Partei durch einen Rückzug eine verheerende Zerreißprobe ersparen und verhindern, dass ihre Anhänger sich am Ende dem Republikaner McCain anstatt Obama zuwenden. Frau Clinton hat gezeigt, dass sie über politische Klasse verfügt. Aber bei ihrem Kampf scheint sie zu vergessen, dass ein rechtzeitiger Rückzug - beispielsweise auf das Amt der Vizepräsidentin - auch eine Form des Triumphs sein kann."

The Times (London):

"Was wird Hillary Clinton jetzt tun? Sie könnte sich auf die Seite Barack Obamas schlagen, doch das wäre nicht das Beste für sie. Sie könnte Plätzchen backen, doch das will sie nicht. Ihr Schicksal wird es wohl sein, die demokratische Mehrheit im Senat anzuführen. Dann kann sie das Legislativprogramm eines Präsidenten ermöglichen oder verhindern. In diesem Amt wäre Frau Clinton einflussreich und ein Präsident Obama oder McCain würde früher oder später merken, dass sie die mächtigste Politikerin in Washington wäre."

Luxemburger Wort (Luxemburg):

"Eigentlich müssten sich die Demokraten vor der Wahl des nächsten US-Präsidenten bezüglich ihrer Aussicht auf einen Einzug ins Weiße Haus keine übermäßigen Sorgen machen. Die Partei muss aber im Vorfeld ihres Nominierungsparteitages in Denver im August die Weichen so stellen, dass ihre Kandidaten für das Amt des Präsidenten und Vizepräsidenten eine möglichst breite Akzeptanz in der US-Bevölkerung aufweisen. Die Demokraten können sich nach dem zermürbenden Kopf-an-Kopf-Rennen keinen internen Bruch leisten."

Arab News (Dschidda):

"Hillary Clinton ist nach dem Beschluss der Partei-Führung der Wind aus den Segeln genommen. In nur wenigen Tagen dürfte das Rennen um die Kandidatur bei den Demokraten entschieden sein.Hillary Clintons Mühen und Hoffnungen, Amerikas erster weiblicher Präsident zu werden, sind dann zu Ende. Was Barack Obama möglicherweise schaffen kann, ist jedoch ebenfalls nicht zu verachten. Er könnte der erste afro-amerikanische Präsident der USA werden. Und das wäre ein ebenfalls bedeutsamer Schritt für Amerika."

Sabah (Istanbul):

"Alle fragen sich, ob er der nächste US-Staatschef sein wird. Ja, Obama hat die besten Chancen gegen den Kandidaten der Republikaner, John McCain. Denn die Amerikaner wollen einen grundlegenden Wandel. Acht Jahre Bush-Regierung haben bei den Menschen zu einem Überdruss geführt, deswegen wünschen sich die meisten einen radikalen Wandel. Und dafür steht Barack Obama. Mit seinem Namen, seiner Hautfarbe, seiner Art zu reden und mit seinen Ideen ist er das Sinnbild für Veränderung. John McCain wird eine klare Niederlage erleiden, denn er symbolisiert die Weiterführung der Ära Bush."

Gazeta Wyborcza (Warschau):

"Obamas Achillesferse ist die Außenpolitik. In diesem Bereich vertrauen die Amerikaner ihm laut Umfrage nur zu 31 Prozent, während McCain auf 53 Prozent kommt. Obamas Wissen über die wichtigsten Regionen dieser Welt - Europa, Russland, China, Nahost - ist höchstens mittelmäßig. Es gab bereits US-Präsidenten, die außenpolitisch unerfahren waren und dann - dank ihrer Intuition - ein recht gutes Bild auf der internationalen Bühne abgaben, zum Beispiel Harry Truman oder Bill Clinton. Doch die Zahl derer, die von ihrer 'Intuition' in außenpolitischer Hinsicht schlecht beraten waren, ist bei weitem größer. Der letzte Präsident dieser Art beendet in ein paar Monaten seine zweite Amtszeit."

Süddeutsche Zeitung (München):

"Barack Obama wird in der kommenden Woche der Präsidentschaftskandidat der Demokraten sein. Selbst überzeugteste Hillary-Fans und sonstige Zweifler können nach dem Treffen der Schiedskommission der Partei zu keinem anderen Ergebnis kommen. Die umstrittenen Vorwahlergebnisse von Florida und Michigan werden gewertet, aber nur zur Hälfte. Das gibt Clinton ein paar zusätzliche Stimmen. Am Vorsprung Obamas ändert das wenig. Das Rennen ist gelaufen. Fragt sich nur, was nun kommt. Wird Hillary Clinton Obamas Vize-Kandidatin? Nein, wird sie nicht. Zuviel politischer Ballast hängt an Clinton, damit will sich Obama im Wahlkampf nicht belasten. Wichtiger ist die Frage, ob und wie sehr sie nun in den kommenden Wochen und Monaten zur Einheit der Demokraten in Amerika beiträgt."

Pforzheimer Zeitung (Pforzheim):

"Barack Obama hat gewonnen. Kein unabhängiger Beobachter zweifelt daran, dass er in den Wahlkampf gegen den konservativen Kandidaten John McCain zieht. Clinton war zu Beginn der Vorwahlen derart auf Sieg gepolt, dass sie offensichtlich Probleme hat, den Tatsachen ins Auge zu blicken. Am Ende könnte das die Demokraten das Präsidentenamt kosten. Denn selbst ein Überflieger wie Obama braucht die volle Unterstützung seiner Partei."