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Barack Obama und Hillary Clinton stellen sich dem Tag der Entscheidung

23. Dezember 2008 Barack Obama muss die Wirtschaft wiederbeleben

George W. Bush rettete nur die Banken

Corriere della Sera (Milano):

"Die Regierung von George W. Bush hat versucht, die Finanzen zu retten, die Regierung von Barack Obama wird nun versuchen, die Wirtschaft wieder in Gang zu setzen. Das Rettungspaket von 775 Milliarden Dollar hat der gewählte Präsident auf einem vierstündigen Gipfel mit Wirtschaftsexperten geschnürt, wobei Obama durchaus auch republikanische Fachleute konsultierte. Diesen Politikwechsel, von der Hilfe für das Kapital zur Hilfe für die Arbeit, genauer gesagt von der Wall Street zur Main Street, will Obama mit massiven Investitionen des Staates in diesen fünf großen Sektoren erreichen: Infrastruktur, Bildung, Energie, Gesundheit und Wohlfahrt. Ein Megaprogramm öffentlicher Initiativen."

Washington Post (Washington):

"Der Einfluss von Präsidenten wächst oder schrumpft je nachdem, wie sie ihre Herausforderungen handhaben. Wie beeindruckend die Menschen als Persönlichkeiten auch sein mögen, George Washington, Abraham Lincoln und Franklin Roosevelt wurden allein aufgrund ihres Handelns respektiert. Ungeachtet seiner Wahlkampfversprechen wird Obamas Präsidentschaft danach bewertet werden, wie er die Wirtschaftskrise in den Griff bekommt. Wenn Obama als ein großer Präsident in die Geschichte eingehen will, hat er nicht weniger zu leisten, als den Kapitalismus zu retten."

The Independent (London):

"Ein einzelnes Land kann angesichts einer Bedrohung wie der Erderwärmung nur begrenzt handeln. Das gilt auch für die USA. Ein Großteil wird vom guten Willen industrieller Wachstumsländer wie Indien und China abhängen, ebenfalls umweltpolitische Reformen durchzuführen. Doch Obama hat zweifellos ein Signal gesetzt: Der Führer des mächtigsten Staates dieser Welt unterstützt vorbehaltlos den Kampf gegen die Erderwärmung. Das ist ein Wandel, den wir wirklich brauchen."